FC Basel trennt sich von Coach Lichtsteiner nach schneller Niederlage
FC Basel hat am Mittwoch den Coach Stephan Lichtsteiner entlassen, nach nur acht Monaten seit seiner Verpflichtung, und beendet damit die Chronik einer angekündigten Entlassung. Stephan Lichtsteiner hat sich als Fehlgriff entpuppt. Der Schritt überraschte weder Beobachter noch Experten, die die schwache Bilanz kritisierten.
Am Mittwoch, also drei Tage nach dem 1:3 gegen Lugano, trennte sich das FCB von seinem Trainer Stephan Lichtsteiner. Am Ende ging es extrem schnell.
Schnelle Trennung nach Lugano‑Niederlage
Weder neutrale Beobachter noch Experten waren von der Trennung überrascht. Sie verwiesen bereits seit Wochen auf die Unfähigkeit des Trainers, die Leistungsträger und Lautsprecher in der Kabine zu überzeugen.
«Lichtsteiner hat es nicht geschafft, die Leistungsträger und Lautsprecher in der Kabine wie Xherdan Shaqiri und Albian Ajeti hinter sich zu bringen», analysierte SRF‑Experte Benjamin Huggel wenige Stunden nach dem Knall.
Fehlende Erfahrung und schlechte Bilanz
Nach sieben Runden steht der FCB mit zehn Punkten da und hat drei von vier Heimspielen verloren. Diese Bilanz sei in Basel nicht gut angekommen, so Huggel.
VR‑Präsident David Degen zog die Reißleine bereits vor der Länderspielpause. Das Gastspiel in Luzern am Sonntag und das Heimspiel gegen St. Gallen am 20.9. wurden nicht mehr abgewartet. Da die Situation im Klub kritisch war, handelte Degen sofort.
Ende Januar hatte der Verein den 42‑jährigen Luzerner als Nachfolger von Ludovic Magnin verpflichtet, obwohl er keine Trainer‑Erfahrung im Profifußball besaß. Das Risiko wurde als kalkuliertes Projekt dargestellt.
Lichtsteiner reiht sich damit in eine Liste von Kurz‑Arbeitskräften ein, die den heißesten Trainerstuhl der Super League besetzen. Mit 226 Tagen im Amt übertrifft er Magnin, Ciriaco Sforza, Guillermo Abascal, Timo Schultz und Heiko Vogel.