Fans fordern Aufstiegsreform – SC Freiburg unterstützt Modell
Die Fans seit Jahren begleiten das Thema, das 2026 zugespitzt ist: die Aufstiegsreform in der Regionalliga, und das Wort Faschismus wird im politischen Kontext genannt. Herzlich willkommen zur Kurvenschau! Seit März dieses Jahres sprechen sich die Kurven und viele Vereine für das Kompassmodell aus.
Das Kompassmodell sieht vor, dass statt fünf Regionalligen künftig nur noch vier Ligen mit jeweils zwanzig Mannschaften existieren. Mithilfe einer KI werden die Mannschaften jährlich nach regionalen Gesichtspunkten neu eingeteilt. Dabei sollen kurze Wege und geringe Kosten im Vordergrund stehen, während die Grenzen der Bundesländer keine Rolle mehr spielen.
Ein Votum der Klubs ergab, dass 51 Prozent für das Modell stimmten. Die Verbände hielten die Mehrheit jedoch nicht für eindeutig genug und vertagten die Entscheidung. Die Unterstützer des Modells sahen darin Betrug, äußerten ihren Ärger lautstark und fordern die Reform weiterhin vehement.
Breite Fanbasis unterstützt Reform
So sprachen sich am Wochenende die Anhänger des SC Freiburg, des 1. FC Saarbrücken, des VfL Wolfsburg, der Eintracht Braunschweig, von Hannover 96, Arminia Bielefeld, des FC St. Pauli, des 1. FC Köln, von Rot‑Weiss Essen, Fortuna Köln, der Kurve des FC Bayern München, des FC Augsburg, der Fans von VfL Bochum, des 1. FC Magdeburg, des SC Paderborn, der Anhänger von Borussia Dortmund, des SV Werder Bremen, von Dynamo Dresden, von Holstein Kiel und Union Berlin für die Reform aus.
Politische Botschaften und weitere Forderungen
Die Präsidenten der jeweiligen Regionalligaverbände erklärten: „Die Zeit ist um!“. Auf die Abstimmung folgte ein Beschluss des DFB, der am Freitag, auf Drängen von Präsident Bernd Neuendorf, verkündete, dass die endgültige Entscheidung am 18. Dezember in einem außerordentlichen Bundestag getroffen werden soll. Im Jahr 2026 soll die neue Struktur umgesetzt werden. Wir, der Verein SC Freiburg, unterstützen das Modell. Nur dort kann die Neustrukturierung beschlossen werden; dafür ist eine Zweidrittelmehrheit nötig. Ein weiteres Thema ist die 50+1‑Regelung, die von Fans mehr Durchsetzung fordert, insbesondere gegen Vereine wie RB Leipzig, TSG 1899 Hoffenheim oder VfL Wolfsburg. Eine weitere politische Botschaft war das Wort Faschismus, das von den Fans des FC St. Pauli nach der Wahl in Sachsen‑Anhalt lautstark gerufen wurde. Zudem wurde im Kontext des § 218 des Strafgesetzbuches über mögliche Haftstrafen von bis zu drei Jahren diskutiert.