Falsches Covid‑Zertifikat gefährdet Xhakas Führung
Granit Xhaka, Kapitän der Schweizer Nationalmannschaft und Mittelfeldspieler von Sunderland, hat die Berufung für das nächste Länderspiel abgelehnt, nachdem er zugegeben hat, ein gefälschtes Covid-19-Impfzertifikat gekauft zu haben. Die Staatsanwaltschaft von Luzern hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet; im Falle einer Verurteilung drohen Xhaka bis zu fünf Jahre Haft.
Die Referenzrolle von Xhaka
Der Schweizer Mittelfeldspieler ist Kapitän, Bezugsperson im Umkleideraum und Symbol einer Generation, die die höchsten Ebenen erreicht hat. Er hat sein Image auf Persönlichkeit, Führungsqualitäten und die Fähigkeit aufgebaut, in schwierigen Momenten Verantwortung zu übernehmen.
Die Entscheidung, nicht auf die Berufung zu reagieren, wurde gemeinsam mit dem Verband getroffen, um Ablenkungen für die Mannschaft zu vermeiden. Xhaka erklärte, dass die Wahl nach Klärung der Angelegenheit des gefälschten Zertifikats gereift sei.
Untersuchung und mögliche Sanktionen
Die Staatsanwaltschaft von Luzern hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, nachdem Xhaka sich selbst angezeigt hat. Bestätigt sich die Illegalität, drohen dem Spieler bis zu fünf Jahre Haft.
Xhaka erklärte seine Entscheidung mit den folgenden Worten:
Damals, in Bezug auf die Covid-19-Impfung, war ich persönlich sehr unsicher und hegte starke Zweifel. Ich hatte ein tiefes Misstrauen gegenüber dem Impfstoff und war von Ängsten und Unsicherheiten geprägt. In diesem aufgewühlten emotionalen Zustand habe ich ein Impfzertifikat gekauft, anstatt meine Zweifel über die vorgesehenen Kanäle zu klären. Heute sehe ich klar, dass dieser Weg nicht der richtige war. Es war ein Fehler. Es tut mir leid.
Sunderland muss die Abwesenheit des Kapitäns im Hinblick auf die kommenden Ligaspiele managen. Der Verein hat versichert, dass die Angelegenheit die Vorbereitung nicht beeinflussen wird.
Die Schweizer Behörden werden die Ermittlungen in den kommenden Wochen fortsetzen und die Möglichkeit einer strafrechtlichen Strafe offen halten. Der Vorfall stellt die von Xhaka über mehr als ein Jahrzehnt Karriere aufgebaute Führungsfigur in Frage.