Falls Blessin bei Gladbach scheitert, droht Sportdirektor Schröder Gefahr
Rouven Schröder ist seit weniger als einem Jahr als Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach tätig und hat in dieser kurzen Zeit bereits drei Entscheidungen über den Cheftrainer getroffen. Zunächst beförderte er Eugen Polanski vom Interims- zum Cheftrainer, hielt ihn am Saisonende erneut im Amt und ersetzte ihn schließlich durch Alexander Blessin. Während die Fohlenelf mit null Punkten auf dem letzten Tabellenplatz steht, stellt sich die Frage, wie gefährlich das Scheitern von Blessin für Schröders Position sein könnte.
Erste Trainerentscheidung: Polanski
Die erste Entscheidung von Schröder fiel, als er nach Gerardo Seoanes Amtsende entscheiden musste, ob Eugen Polanski das Interimsamt dauerhaft übernehmen solle. Schröder wählte Polanski und gab ihm damit die Chance, das Team langfristig zu führen.
Zweite Entscheidung und Wechsel zu Blessin
Am Ende der vergangenen Saison prüfte Schröder erneut die Leistungsbilanz und entschied, Polanski weiterhin zu vertrauen. Kurz darauf musste Polanski jedoch gehen, und Alexander Blessin wurde als neuer Cheftrainer verpflichtet. Damit hat Schröder den wichtigsten Teil seiner Aufgabe – die Verantwortung für den Cheftrainer – bereits mehrfach ausgeübt.
Seit Blessins Ankunft hat sich die Situation nicht verbessert: Die Fohlenelf steht ohne Punkte auf dem Tabellenletzten. Die Erwartung ist, dass Blessin die Mannschaft schnell stabilisieren und aus dem Abstiegskampf führen muss.
Die Rheinische Post warnt, dass ein weiteres Scheitern von Blessin das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Trainer und Sportdirektor weiter belasten könnte. Sollte Blessin die ersten Niederlagen nicht verkraften, könnte das Diskussionen über den Cheftrainer bis zum Saisonende erneut entfachen und damit auch Schröders Zukunft gefährden.
Unabhängig vom Ausgang der nächsten Spiele bleibt der anstehende Wintertransfermarkt entscheidend. Ein neu eingestellter Manager könnte kaum die notwendigen Transfers positiv beeinflussen, und ein Wechsel auf der Ebene des Sportdirektors wird in diesem Kalenderjahr nicht erwartet.