Bundesliga
Ex‑Schalke‑Stürmer Dzeko kämpft um Wirksamkeit in der Bundesliga
Die Diskussion um Edin Dzeko bei Schalke 04 nimmt in dieser Saison immer mehr Fahrt auf: Während er in der 2. Bundesliga maßgeblich zum Aufstieg beitrug, wirkt er in der Bundesliga bislang kaum wirksam. Drei ehemalige Schalke‑Stürmer geben ihr Urteil zu seiner Rolle und seinem Wert.
Erfolgreiche 2. Bundesliga‑Phase
Als Dzeko noch in der 2. Bundesliga war, trug seine Präsenz und seine Tore entscheidend zum Aufstieg von Schalke 04 bei. Das Foto von Jan Fromme dokumentiert die intensive Berichterstattung rund um den Bosnier in dieser Saison. Die wöchentliche Berichterstattung verdeutlicht, wie stark das Thema in den Medien präsent ist.
Seine Leistungen wurden damals als maßgeblich bezeichnet, weil er einer der wichtigsten Stürmer des Teams war. In der Rückrunde erhöhte er seine Torquote und half damit, den Punktesprung zu sichern.
Probleme in der Bundesliga
In der Bundesliga hat Dzeko bislang nur wenig Wirkung gezeigt. Er konnte die Vorbereitung nicht vollständig absolvieren und leidet noch unter körperlichen Problemen, sodass er nicht bei 100 % ist. Dadurch fiel er in den ersten Spielen kaum im Angriff auf.
Mit vierzig Jahren wird diskutiert, ob er noch die nötige Kondition für die höchste deutsche Spielklasse besitzt. Die erste Tendenz spricht gegen den Bosnier, doch ein endgültiges Urteil sei noch zu früh. Trainer und Fans beobachten, ob er sich noch steigern kann.
Meinungen der ehemaligen Torjäger
Die ‑Redaktion befragte die ehemaligen Schalke‑Stürmer Simon Terodde, Klaas‑Jan Huntelaar und Kevin Kuranyi zu Dzekos Rolle. Keiner der drei schrieb den „Oldie“ ab, im Gegenteil, sie betonten seinen Wert. Die Befragung wurde von der ‑Redaktion im Rahmen der Saisonanalyse durchgeführt.
Terodde, selbst ehemaliger Torjäger, äußerte sich kritisch zur Altersdebatte. „Ein vermeintlich langsamer Stürmer in hohem Alter? Die Diskussion kenne ich nur zu gut! Auch wenn Edin Dzeko natürlich ein absoluter Weltstürmer ist … ich bin sicher, dass Dzeko schon jetzt seinen Wert in der Kabine hat und ganz sicher auch noch auf dem Platz haben wird.“
Huntelaar merkte an, dass Schalke nicht viel offensiv spielen werde und Dzeko im Konter nicht der ideale Mann sei, aber er könne als Joker „noch eine große Rolle spielen“. Er betonte, Dzeko wisse instinktiv, wo das Tor steht, und könne bei Einsatz häufig treffen. Er fügte hinzu, dass Dzeko bei gezielten Einsätzen das Spiel entscheiden könne.
Kuranyi ergänzte, dass Dzekos Rolle in der 2. Liga völlig anders sei als in der Bundesliga. Er zog den Hut vor dem Bosnier, der mit vierzig Jahren noch in der Bundesliga spielt, und wies darauf hin, dass Tempo und Kondition im Vergleich zu seiner Jugend fehlen könnten. Seine Einschätzung spiegelt die Erfahrung wider, die er selbst nach seiner eigenen frühen Pensionierung mit 34 Jahren gesammelt hat.