Ex-DFB-Profi Kevin Behrens: Kontroverse belastet, Erfolg bei Lugano
Ex-DFB-Profi Kevin Behrens, der seit dem Sommer 2025 für den FC Lugano spielt, blickt auf einen Vorfall zurück, der vor genau zwei Jahren in Deutschland für Aufsehen sorgte, als er bei einer internen Signierstunde bei VfL Wolfsburg eine homophobe Bemerkung machte.
Der Vorfall bei VfL Wolfsburg
Im Oktober 2024 weigerte sich der damalige Bundesliga‑Stürmer, ein Sondertrikot für Vielfalt und Toleranz zu unterschreiben, und äußerte den Satz: „So eine schwule Scheiße unterschreibe ich nicht.“ Er bat anschließend um Entschuldigung, erhielt jedoch weder Geldstrafe noch Suspendierung vom Verein.
Reflexion im Interview
In einem Gespräch mit dem Schweizer Portal blue Sport erklärte der heute 35‑jährige ehemalige Nationalspieler, dass die Äußerung die Suche nach einem neuen Verein in Deutschland erheblich erschwerte. „Bei vielen Vereinen war dann die Tür zu, die wollten sich nicht ein Problem dazuholen“, sagte Behrens. Er betonte, es sei eine dumme Aussage im internen Bereich gewesen und dass er dafür Verantwortung übernehme.
Neuanfang beim FC Lugano
Wegen des Mangels an Optionen in der Bundesliga zog Behrens im Sommer 2025 in die Schweiz zum FC Lugano. Dort erzielte er bislang 21 Tore in 48 Pflichtspielen und machte damit sofort auf sich aufmerksam.
Im Januar desselben Jahres, während eines Testspiels gegen Viktoria Pilsen, geriet Behrens erneut in die Kritik, als er Mitspieler Georgios Koutsias angriff und ihn als „kleine Missgeburt“ beschimpfte. Auch für diesen Ausraster entschuldigte er sich und blieb von einer Suspendierung verschont.
In der laufenden Saison traf Behrens nach zwei Toren in den ersten drei Spielen, doch Ende August zog er sich eine Verletzung zu und fehlt seitdem. Trotz seines Ausfalls bleibt er ein wichtiger Akteur für Lugano.
Lugano steht derzeit an der Tabellenspitze der Schweizer Super League, was den erfolgreichen Neuanfang des Ex‑Profis unterstreicht.