Ex‑Bayern‑Profis übernehmen Estrela Amadora – 90 % für 40 Millionen Euro
Die Fäden, die Bayern Münchens ehemaliges Mädchen für alles zusammenhalten, führten Mats Hummels und Thomas Müller zusammen mit drei weiteren Ex‑Bayern‑Profis, um Estrela Amadora zu übernehmen – aus guten Gründen – am 25. August 2026 sorgte die Meldung für Aufsehen, als rund 40 Millionen Euro für 90 % der Anteile gezahlt wurden.
Der neue CEO: Johannes Mösmang
Der neue Klubpräsident und CEO ist Johannes Mösmang, ein 35‑jähriger Münchner, der zehn Jahre bei Bayern München tätig war. Dort war er Integrationsbeauftragter, Chef‑Spielerbetreuer und später im Scouting aktiv – Aufgaben, die ihm den Beinamen „Mädchen für alles“ einbrachten. Sein Abschied im Sommer hinterließ bei Bayern eine Lücke, die mit der ehemaligen Teammanagerin Kathleen Krüger verglichen wird.
Johannes Mösmang wuchs mit einem deutschen Vater und einer peruanischen Mutter auf, lebte drei Jahre in São Paulo und spielte in der Jugend des FC São Paulo. Nach dem Abitur studierte er Jura in Heidelberg und spielte für den FC Bammental, bevor ein Praktikum, vermittelt durch Claudio Pizarro, ihm den Einstieg bei Bayern ermöglichte. Er spricht fließend Deutsch, Spanisch, Englisch, Portugiesisch, Französisch und ein wenig Italienisch.
Investoren, Deals und zukünftige Kooperationen
Thomas Müller, Mats Hummels, Yann Sommer und Lucas Hernandez gehören zu den Investoren, die Estrela Amadora übernommen haben. Gemeinsam mit der Investmentgruppe LEAD/ADvantage stellten sie rund 40 Millionen Euro bereit, um 90 % der Anteile des portugiesischen Erstligisten zu sichern. Die Namen der Investoren geben dem Klub ein starkes Gesicht.
Ende Juli wechselte der ehemalige Bayern‑Leihspieler Lovro Zvoranek für eine Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro nach Estrela Amadora. Obwohl Mösmang und die Investorengruppe zu diesem Zeitpunkt noch nicht offiziell das Sagen hatten, berieten sie bereits seit Anfang Juli. Auch beim Verkauf des Innenverteidigers Otavio an Eintracht Frankfurt für fünf Millionen Euro waren die Deutschen beteiligt.
Mösmang betonte bei seiner Präsentation Ende August, dass der Austausch mit Bayern weitergeführt werde, „wie es bereits mit der Ankunft von Lovro Zvoranek geschehen ist“. Er sehe die Zusammenarbeit als Chance, weitere Spieler aus dem Netzwerk der Ex‑Bayern‑Profis zu integrieren, und könnte Estrela Amadora damit zu einem Vorbild für andere Erstligisten machen.
In gutem Portugiesisch erklärte Mösmang, dass er fünf Sprachen spreche und das des Vereins international stärken wolle. Sein Gesicht ist nun das zentrale Symbol für die neue Investmentgruppe, die das Projekt in Lissabon leitet.