Eredivisie
Emre Mor nutzt sein Geld, um nach BVB-Flop in den Niederlanden wieder zu glänzen
Der einst als "türkischer Messi" gefeierte Emre Mor, jetzt 29 Jahre alt, hat nach einem missglückten BVB‑Auftritt genug Geld, um bei NEC Nijmegen in den Niederlanden erneut zu glänzen. In der 95. Minute erzielte er das Siegtor, das sein erstes Pflichtspieltor nach 542 Tagen markierte.
Der teure Transfer und die Erwartungen
Mor wechselte 2017 für knapp zehn Millionen Euro von seinem Heimatland Dänemark zu Borussia Dortmund. Der hohe Betrag machte ihn zum teuersten Flügelspieler des Vereins, doch seine Karriere blieb von wenigen sportlichen Highlights geprägt.
Nach einer Saison ohne Spielzeit bei Fenerbahçe, die er wegen nicht gemeldeter Spielberechtigung verpasste, stand er als ablösefreier Spieler ohne Vertrag da. Sein Berater Nima Modry brachte ihn zu Carlos Aalbers, dem technischen Direktor von NEC Nijmegen, der die Gelegenheit nutzte, um den ehemaligen BVB‑Flop zu verpflichten.
Der skurrile Ohrring‑Vorfall
Im Champions‑League‑Qualifikationsspiel gegen Olympiakos Piräus verzögerte sich Mor um handgestoppte zwei Minuten und 49 Sekunden, weil er seinen Ohrring nicht entfernen konnte. Trainer Dick Schreuder musste ihn schließlich vom Ohr ziehen – ein Moment, den er nach dem Spiel als "fast durchgedreht" bezeichnete.
Schreuder erklärte später, dass er Mor selbst aus dem Ohr ziehen wollte, weil das Tragen des Schmucks auf höchstem Niveau "furchtbar" sei. Trotz des Vorfalls betrat Mor in der 30. Minute das Spielfeld, nun ohne Ohrring, und wurde zum entscheidenden Mann.
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Der Sieg und die Reaktionen
Nach einem 0:1‑Rückstand rettete NEC das Spiel in die Verlängerung, und Mor erzielte in der 95. Minute das 2:1 zum Endstand. Der Treffer brachte ihm Tränen in die Augen und ein lang ersehntes Tor nach über ein Jahr.
Trainer Schreuder lobte Mor: "Er hat das ein wenig wieder gutgemacht, indem er den Siegtreffer erzielt hat." Alex Pastoor, ehemaliger Trainer und TV‑Experte, kommentierte humorvoll: "Ich glaube, er dachte: Schneid ihm einfach das ganze Ohr ab!"
Persönliche Worte des Floppers
Mor erklärte, dass er den Ohrring aus einem japanischen bzw. chinesischen Schlafhilfsmittel trage und ihn nicht wegen Ästhetik, sondern wegen persönlicher Gründe benutze. Er betonte, dass das Spielgefühl nach so vielen schwierigen Jahren "nicht in Worte zu fassen" sei.
Journalist Marcel Rözer fasste den Abend mit den Worten zusammen: "Argentinien hat die Hand Gottes, wir haben das Ohr Mors." Damit unterstreicht er die bizarre Mischung aus Sport, Geld und persönlicher Geschichte, die den ehemaligen BVB‑Flop umgibt.