Bundesliga
Embolo erwirbt gefälschten Impf‑Nachweis von Hells Angels
Im Rahmen der Schweizer ImpfAffäre Embolo informierte der Nationalspieler der Schweiz, Breel Embolo, die Verantwortlichen über den Kauf eines gefälschten Impf‑Nachweises von einem Mitglied der berüchtigten Hells Angels – ein Schritt, der sofortige Konsequenzen nach sich zog. Der Vorfall, der bereits 2021 stattfand, löste ein Ermittlungsverfahren aus und brachte die Nati in ein neues Krisenlicht.
Das begleitende Foto stammt von picture alliance / DeFodi Images und zeigt Granit Xhaka, der ebenfalls in die Impf‑Affäre verwickelt ist. Die Aufnahme verdeutlicht die wachsende Kontroverse um die Schweizer Nationalmannschaft.
Rechtliche Schritte und Strafe
Die Basler Staatsanwaltschaft erließ am 25. November 2025 einen Strafbefehl wegen mehrfacher Anstiftung zu Urkundenfälschung gegen Embolo, den ehemaligen Stürmer von Schalke und Gladbach. Der Befehl sah eine bedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je 3000 Franken vor. Embolo akzeptierte den Strafbefehl öffentlich.
Folgen für die Nati
Am Freitag teilte der Schweizerische Fußballverband (SFV) mit, dass Embolo nach seiner eigenen Meldung nicht zur nächsten Zusammenkunft der Nationalmannschaft stoßen werde. Die Nati wird die anstehenden Nations‑League‑Auswärtsspiele gegen Nordmazedonien und Schottland ohne ihn bestreiten. Die Entscheidung wurde ebenfalls über die offizielle App des Verbands verbreitet.
In einem Interview mit „Schweiz heute“ sagte Breel Embolo: „Ich habe eingesehen, dass mein damaliges Handeln nicht richtig war, und dafür die Verantwortung übernommen. Deshalb habe ich den Strafbefehl akzeptiert.“ Der Spieler, der inzwischen für Atlanta United in den USA spielt, wird daher nicht anreisen.
Der Skandal reiht sich an den bereits bekannten Fall von Granit Xhaka an, der ebenfalls ein gefälschtes Zertifikat erworben hatte. Xhaka, 33, gestand bereits 2022 den Kauf eines Impf‑Nachweises ein, bevor er vor der Luzerner Staatsanwaltschaft aussagte. Die Schweiz trifft im September auf Nordmazedonien und Schottland, bevor sie im Oktober zu Hause gegen Slowenien und Nordmazedonien antritt.