Elversberg protestiert gegen Vincent Wagner‑Sperre nach Entscheidung
Der Bundesligist SV Elversberg hat fristgerecht Einspruch gegen die Sperre seines Trainers Vincent Wagner eingelegt. Eine Vereinssprecherin bestätigte dies auf SID‑Anfrage, nachdem Saarländische Rundfunk und die Saarbrücker Zeitung bereits berichtet hatten. Bayern‑Boss Jan‑Christian Dreesen und Lothar Matthäus zeigten öffentlichen Zuspruch.
Umstrittene Gelb‑Rote Karte im Highlight‑Spiel
Im 4:3‑Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach sah der Coach des Überraschungsteams eine umstrittene Gelb‑Rote Karte, die nach Regel automatisch eine Sperre für die nächste Begegnung auslöst. Damit würde der 40‑jährige Trainer das Highlight‑Spiel gegen den FC Bayern am kommenden Sonntag um 17:30 Uhr/ verpassen. Der Vorfall löste Diskussionen über die Rote Karte und deren Konsequenzen aus.
Das Deutsche Fußball‑Bundes‑Sportgericht muss nun entscheiden, ob dem Einspruch stattgegeben wird. Schiedsrichter‑Chef Knut Kircher gab am Sonntag im Doppelpass bei zu, dass die Platzverweisung eine unglückliche Situation war.
Lothar Matthäus fordert Ausnahmeregelung
Der frühere Rekordnationalspieler Lothar Matthäus schrieb in seiner Sky‑Kolumne, dass es „mehr als lächerlich“ sei, einem jungen Elversberg‑Trainer ein Exempel zu statuieren. „Der Fußball macht keinen Spaß“, sagte er und forderte, das DFB‑Gericht solle Wagner erlauben, gegen den FC Bayern auf der Trainerbank zu sitzen.
Bayern‑Boss Jan‑Christian Dreesen plädierte ebenfalls für einen Freispruch und betonte, dass selbst die Verantwortlichen des kommenden Gegners gegen eine Strafe sprechen. „Es wäre möglich, für das nächste Spiel keine Sperre auszusprechen, wenn das alle so sehen“, erklärte er.
Da die Entscheidung des Sportgerichts noch aussteht, bleibt die Situation unklar. Nachdem ein falscher Einwurf zu einem Gegentor geführt hatte, stellte sich Wagner aus stillem Protest aufs Feld und erhielt die erste Verwarnung. Schiedsrichter Martin Petersen erklärte in der zweiten Szene, dass Wagners Bewegung zur Halbzeit unsportlich sei, Fu. obwohl er weder aggressiv noch verbal den Referee attackierte. Die Rote Karte löste breite Diskussionen aus.