Bundesliga
Elversberg dreht in Nachspielzeit um und verlängert Traumstart
Elversberg erzielte in der Nachspielzeit ein Comeback gegen Borussia Mönchengladbach und setzte damit seinen Traumstart in der Fußball‑Bundesliga fort. Nach einer umstrittenen Einwurf‑Diskussion drehte der Aufsteiger das Spiel und feierte damit seinen ersten Auswärtserfolg, nur eine Woche nach der gelungenen Premiere im Oberhaus gegen Bayer Leverkusen.
Einwurf‑Kontroverse und späte Tore
Die Einwurf‑Diskussion löste ein schnelles Umschalten aus: David Mokwa (29.) brachte das erste Tor, gefolgt von Maurice Krattenmacher, der in der 66. Minute und erneut in der Nachspielzeit (90.+2) traf, sowie Felix Keidel, der in der 80. Minute per Freistoß das Ergebnis weiter drehte. Die Partie entwickelte sich zu einer wilden Partie, in der beide Seiten mehrfach den Ballwechsel suchten.
Borussia Mönchengladbach antwortete durch den Doppelpack von Hugo Bolin (11. und 44.), der nach einem schnellen Einwurf von Tim Kleindienst erneut traf. Trotz der späten Treffer von Bolin beschwerte sich die SVE, dass Kleindienst zuletzt am Ball gewesen sei. Weitere Chancen entstanden für Francis Onyeka, der den Pfosten traf, und Wael Mohya, dessen Tor wegen Abseits nicht zählte.
Trainer Wagner verliert Karte
Trainer Vincent Wagner geriet nach dem Abpfiff der ersten Halbzeit erneut mit Schiedsrichter Martin Petersen aneinander und erhielt die Gelb‑Rote Karte, die er als Wermutstropfen bezeichnete. Durch die Karte wird Wagner das Duell seiner Mannschaft gegen Rekordmeister Bayern München in der kommenden Woche am Sonntag (17.30 Uhr/) verpassen.
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Wagner verfolgte die zweite Halbzeit von der Tribüne aus, während Joe Scally in der 56. Minute für Gladbach traf. Vor dem Spiel hatte Wagner gewarnt: „Gladbach ist eine Hürde, die nicht viel kleiner ist als Leverkusen“, und sah keinen Grund, seine Startformation zu ändern. Neuer Gladbacher Neuzugang Nicolas Kühn musste zunächst zuschauen, während die Elversberger weiterhin auf ihrer Erfolgswelle schwammen.
Der Dorfklub aus einem Ort mit 13.000 Einwohnern ist damit der kleinste Erstliga‑Standort der Historie und schwimmt nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel weiter auf der Erfolgswelle. Trotz des Erfolgs muss die Gelb‑Rote Karte für Trainer Wagner einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen.
Mit dem zweiten Sieg festigt SV Elversberg seinen Traumstart in der Bundesliga und zeigt, dass der Aufsteiger auch gegen etablierte Gegner bestehen kann. Die Mannschaft blickt nun auf das bevorstehende Duell mit Bayern München, das ohne Wagner ausgetragen wird.