Eintracht‑Legende fordert Dreierkette – Hütter steht vor taktischer Entscheidung
Mit fünf Punkten und Rang zehn nach den ersten vier Spieltagen präsentiert sich die Frankfurter Eintracht als durchwachsene Kraft. Trainer‑Rückkehrer Adi Hütter soll im Idealfall das Comeback im Europapokal ermöglichen, nachdem die SGE die Qualifikation in der enttäuschenden Vorsaison verpasst hatte.
Aktuelle Bilanz und Formationswechsel
Vor Saisonbeginn war ein neues 4‑2‑2‑2‑System geplant, doch in drei von vier Bundesligaspielen kam diese Formation zum Einsatz, ohne dass ein Sieg erzielt wurde. Das einzige Mal, dass ein Dreier eingesetzt wurde, war beim 3:1‑Sieg in Mainz, wo die Eintracht in einer 3‑4‑2‑1‑Aufstellung spielte – eine Rückkehr zu den Wurzeln, die unter Niko Kovač und später Adi Hütter bereits zum Aufstieg verholfen hatte.
Die aktuelle Bilanz zeigt, dass die Mannschaft trotz des geplanten Systems noch keinen klaren Erfolg verzeichnen kann. Hütter steht nun vor der Frage, ob er nach der Länderspielpause wieder auf das 4‑2‑2‑2‑Modell setzen soll oder die Dreierkette dauerhaft einführt.
Möllers Empfehlung für die Dreierkette
Eintracht‑Legende Andreas Möller, in Frankfurt geboren und Welt‑ sowie Europameister, äußerte im Interview für die klare Worte: „In Mainz hat mir die Dreierkette sehr gut gefallen. Man hat auch Robin Koch angemerkt, dass ihm das guttut, weil er in der Zentrale zwei Verteidiger neben sich hat. Dann ist er ein Führungsspieler, kann sich um andere kümmern und die Abwehr organisieren.“
Möller kritisierte die Viererkette, weil sie seiner Meinung nach zu viel Verantwortung auf den einzelnen Innenverteidiger lege. Er betonte, dass Kapitän und Abwehrchef Robin Koch sich in einer Dreierkette deutlich wohler fühle.
Der österreichische Trainer Hütter setzt zudem auf das junge Außenverteidiger‑Duo Elias Baum und Keita Kosugi, das noch unerfahren sei. Möller unterstützte diese Sicht: „Auch Elias Baum, der ja noch ganz jung ist, fühlt sich als Schienenspieler in diesem System wohler. Er steht nicht in der hinteren Reihe und muss so weniger Verantwortung übernehmen.“
Er schloss mit der Einschätzung, dass die Dreierkette der Mannschaft generell Sicherheit gebe und er deshalb zunächst dabei bleiben wolle.
Das Foto von Alex Grimm/GettyImages illustriert die aktuelle Situation der Frankfurter Eintracht, die zwischen den beiden Formationsoptionen pendelt, während Hütter und Möller um die optimale Defensive ringen.