Eine Achterbahn am Stadion: Sions futuristische Pläne und Romas eigene Arena
FC Sion hat letzte Woche ein besonderes neues Stadiondesign vorgestellt, in dem eine Achterbahn integriert wird und ein Hotel mit etwa achtzig Zimmern vorgesehen ist. Das Projekt kostet nach Schätzung 480 Millionen Euro und soll in sieben Jahren fertig sein für die Nutzung.
Römische Architektur und ein Eigenheim für Roma
AS Roma arbeitet seit Jahren an einem eigenen Fußballtempel im Stadtteil Pietralata. Das geplante Stadion erhält 60 605 Sitzplätze, wobei die Curva Sud eine einzelne Tribüne mit 23 000 fanatischen Romanisti sein wird. Mit diesem Stadion kann Roma sich vom mit Lazio geteilten Stadio Olimpico verabschieden.
Die Planer lassen die Fassade an die klassische römische Architektur anlehnen und das große Logo ‘Roma 1927’ platzieren. Das Stadion wird auch als möglicher Standort für die EM 2032 angesehen, wodurch der Verein endlich ein Eigenheim bekommt.
Andere ambitionierte Projekte in Europa
Birmingham City plant eine Arena für 62 000 Zuschauer, umgeben von zwölf Backsteintürmen, die unter anderem Aufzüge, Treppen und die höchste Bar der Stadt beherbergen. Das Design, mit Unterstützung des Peaky‑Blinders‑Schöpfers Steven Knight, soll ab der Saison 2030/31 betriebsbereit sein.
In Mailand wird das ikonische San Siro in 2030/31 abgerissen, um Platz für ein neues Stadion mit über 71 000 Sitzplätzen zu schaffen, inklusive 13 000 VIP‑Plätzen, das neben dem alten Komplex gebaut wird.
Valencia CF, fast zwanzig Jahre wartend auf ein neues Stadion, nahm 2025 den Bau wieder auf. Das neue Stadion soll 2030 fertig sein und kann während der WM 2026 in Spanien genutzt werden, nachdem der Verein das teure Stadtgrundstück verkauft.
Finanzielle und logistische Herausforderungen
Das Sion‑Projekt, mit einem Preis von 480 Millionen Euro, kombiniert Sport, Unterhaltung und Hospitality, wodurch ein Besuch der Arena zu einem umfassenden Erlebnis wird. Die Bauzeit von sieben Jahren wird als machbar angesehen, sofern die Finanzierung zustande kommt.
Romas Ambition, das Stadio Olimpico zu verlassen, erfordert nicht nur ein neues Stadion, sondern auch eine klare Trennung von Lazio, die derzeit die gemeinsame Einrichtung nutzt. Die Realisierung beider Projekte wird die Landschafts‑ und Sportinfrastruktur ihrer Städte grundlegend verändern.