WM
EILMELDUNG: Europäischer Widerstand droht der WM nach Anteilverkauf
In einer virtuellen Versammlung am Donnerstagnachmittag stimmten 55 UEFA‑Mitgliedsnationen für ein Boykott der FIFA‑Wettbewerbe, einschließlich der Weltmeisterschaft, nachdem Gianni Infantino einen strategischen Plan vorgestellt hatte, einen 21 %igen Anteil an der neuen globalen FIFA Forward Enterprises‑Einheit zu verkaufen.
Das Notfall‑Virtuell‑Meeting endete mit einem Konsens zum Boykott, ein Entwicklung, die von The Athletic und The Times berichtet wurde.
UEFA‑Vertreter bestätigten die kollektive Entscheidung während der Sitzung am Donnerstag.
Der Boykott richtet sich gegen alle FIFA‑Wettbewerbe, wobei die Weltmeisterschaft als Hauptfokus hervorgehoben wird.
Die FIFA kündigte Pläne an, einen 21 %igen Anteil an dem neu geschaffenen Körper namens FIFA Forward Enterprises zu verkaufen. Der Verkauf soll 3,2 Milliarden Pfund einbringen. Die Erlöse sollen unter den Mitgliedsverbänden verteilt werden.
Der kommerzielle Schritt löste die europäische Gegenreaktion aus. Der Vorschlag zum Anteilsverkauf erfordert die Zustimmung der 211 Mitgliedsverbände der FIFA und des FIFA‑Rates, bevor er weiterverfolgt werden kann.
Bis eine solche Genehmigung gesichert ist, bleibt der europäische Boykott in Kraft. Die Entscheidung unterstreicht die Spannung zwischen den Fußball‑Governing‑Bodies und ihren Mitgliedern.
Sollte der Boykott fortgesetzt werden, wäre das nächste betroffene Turnier die Frauen‑Weltmeisterschaft in Brasilien im nächsten Sommer. Die darauffolgende Männer‑Weltmeisterschaft, die für 2030 in Spanien, Portugal und Marokko geplant ist, würde ebenfalls gefährdet, ebenso wie geplante Jahrhundert‑Spiele in Südamerika.
Die 55 nationalen Verbände der UEFA sehen die vorgeschlagene Kommerzialisierung als Bedrohung für die Integrität des Sports. Durch die Verweigerung der Teilnahme wollen sie die FIFA dazu drängen, den Anteilsverkauf aufzugeben.
Die koordinierte Haltung markiert den ersten kontinentweiten Boykott eines FIFA‑Events. Der Schritt hebt die wachsende Unruhe über private Investitionen in die Flaggschiff‑Wettbewerbe des Fußballs hervor. Beobachter stellen fest, dass die kollektive europäische Reaktion zukünftige Governance‑Diskussionen innerhalb der FIFA neu gestalten könnte.