Effenberg wirft Hütter wegen früher Koch‑Auswechslung bei 0:6‑Niederlage vor
Am Samstagabend verlor Eintracht Frankfurt mit 0:6 bei RB Leipzig. Neben dem Ergebnis sorgte die Halbzeit‑Auswechslung des Kapitäns Robin Koch für heftige Diskussionen, die am Sonntag in Hessen das Gesprächsthema der Bundesliga‑Berichterstattung wurden.
Hütters Entscheidung im Fokus
Trainer Adi Hütter nahm Koch bereits zur Halbzeit vom Platz, obwohl das Spiel zu diesem Zeitpunkt bereits 0:4 für Leipzig stand. Hütter erklärte nach dem Spiel, er habe das Signal gesetzt, um dem Team eine neue Impuls zu geben.
Der Eintracht‑Abwehrchef betonte, er erwarte mehr von Koch und sah den Wechsel als notwendige Maßnahme, um die Mannschaft zu motivieren.
Effenbergs scharfe Worte
Im ‑Format „Doppelpass“ kritisierte Ex‑Profi Stefan Effenberg die Entscheidung deutlich. Er sagte: „Du nimmst den Kapitän – auch wenn das Spiel 0:4 zur Halbzeit steht – nicht vom Platz. Weil du erwartest dann vom Kapitän, in einer schwierigen Phase, dass er gewisse Dinge nochmal versucht zu regeln in der zweiten Halbzeit.“
Effenberg fügte hinzu, dass er kein Freund davon sei, den Kapitän in einer solch schwierigen Situation auszutauschen, und bezeichnete Hütters Vorgehen als ein „Zeichen, das klar und deutlich ist“, das er jedoch nicht unterstütze.
Die Kritik des ehemaligen Nationalspielers löste weitere Debatten im „Doppelpass“ aus, da Hütter gleichzeitig die Verantwortung für die Niederlage auf sich nahm, während er Koch zum Sündenbock machte.
Hütter zeigte sich nach dem Spiel bereits recht verärgert über die öffentliche Reaktion, betonte jedoch, dass die Entscheidung im Interesse des Teams getroffen wurde.
Die Diskussion um die Auswechslung bleibt am Sonntag das zentrale Thema in Hessen, während Eintracht Frankfurt nun nach der schweren Niederlage nach Lösungen sucht.