Bundesliga
Effenberg verteidigt Wirtz und fordert klare Rollenwahl bei Liverpool
Während Florian Wirtz in England noch immer um seinen Platz bei den Liverpool Reds kämpft, erhebt Stefan Effenberg lautstark seine Stimme und betont, dass der 23‑jährige Dribbler dort genauso gut wie in seiner Heimat bei Bayer 04 Leverkusen sein kann. Der Ex‑Profiprofi liefert eindeutige Worte, die die aktuelle Debatte um Wirtz’ Position in der Nationalmannschaft befeuern.
Wirtz’ Aufstieg unter Xabi Alonso
Unter dem damaligen Trainer Xabi Alonso entwickelte sich Wirtz bei Bayer 04 Leverkusen zu einem der großen Aushängeschilder der Bundesliga. Seine Leistungen machten ihn zu einem begehrten Objekt für Topklubs, und nicht überraschend war Liverpool schließlich in der Lage, den deutschen Hoffnungsträger in einem Rekorddeal zu verpflichten.
Schwieriger Start bei den Reds
Auf der Insel hat sich der Ex‑Leverkusener im zweiten Jahr bei den Reds noch immer schwer getan, Fuß zu fassen, und gerät dadurch häufig in ein kritisches Licht. Trotz seiner offensiven Qualitäten wird er immer wieder auf der Linksaußenposition eingesetzt, was laut Effenberg zu seiner Kritik beiträgt.
Effenberg äußerte im Doppelpass: „Wir sind uns alle einig, wo Flo Wirtz hingehört, wo er sich am wohlsten fühlt. Bei Leverkusen hat er es gezeigt, bei Liverpool auch, da wird er immer besser. Und jetzt auch in der Nationalmannschaft.“ Er betonte, dass Wirtz von dort aus, wie zuletzt gegen Serbien, Spiele entscheiden könne.
Basler bezweifelt Kombi von Wirtz und Musiala trotz Klopps Plan
Peter Neururer stimmte dem zu und ergänzte: „Endlich kann Florian Wirtz auf der Position spielen, auf der er stark ist, auf der er groß geworden ist, auf der er teilweise Weltklasse abgerufen hat. Auf Linksaußen ist er abgeschnitten und von anderen Leuten abhängig.“
Effenberg kritisierte zudem die Praxis, Spieler auf ungeeignete Positionen zu schieben: „Wenn du Spieler auf eine Position hinschiebst, wo sie sich nicht wohlfühlen, dann funktioniert es nicht“, sagte der 58‑jährige Ex‑Profispieler.
Abschließend warnte Effenberg vor einer neuen Debatte, sobald Jamal Musiala wieder fit ist: Die Diskussion um die Zehnerrolle von Wirtz könnte dann ein ganz anderes Niveau erreichen, weil Musiala dann ebenfalls voll einsatzfähig wäre. Damit stellt er die Positionsfrage im Nationalteam als spannender dar als die um andere Spieler wie Joshua Kimmich.