Dortmunds schonungswunsch verkürzt Karetsas Einsatz gegen Deutschland
Im Westfalenstadion herrschte gespannte Stille, als das 0:0‑Unentschieden zwischen Griechenland und Deutschland begann. Der 18‑jährige Konstantinos Karetsas, gerade erst von Borussia Dortmund verpflichtet, musste zunächst vom Spielfeldrand aus das Geschehen verfolgen, bevor er in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde und erhielt damit endlich seine Chance.
Dortmunds Wunsch nach Schonung
Borussia Dortmund hatte sich weniger Belastung für Konstantinos Karetsas gewünscht. Laut Sky habe der Verein Kontakt zur griechischen Seite aufgenommen und um einen dosierten Einsatz des Sommer‑Neuzugangs gebeten. Nationaltrainer Ivan Jovanovic betonte jedoch vor dem Spiel gegen Deutschland, dass es keine ausdrückliche Bitte des BVB gegeben habe, Karetsas eine Pause zu geben. Der Wunsch nach Schonung spiegelte die Sorge des Vereins wider, die Belastung des jungen Offensivtalents zu minimieren.
Der 64‑jährige Trainer machte deutlich, dass Vereine bei ihm keine Sonderbehandlung ihrer Spieler erwarten können. „Seit ich hier Nationaltrainer bin, hat es noch keinen Verein in Europa gegeben, der einen besonderen Umgang von uns gefordert hat“, sagte Jovanovic. Damit wolle er die Balance zwischen Vereinsinteressen und nationalen Verpflichtungen wahren.
Reduzierte Spielzeit in der Halbzeit
Der Dortmunder Profi erhielt zunächst eine komplette Pause, bevor er in der zweiten Halbzeit das Feld betrat. Damit reduzierte sich Karetsas Einsatz im Vergleich zu den vorherigen Nations‑League‑Partien deutlich. Die Entscheidung entsprach somit zumindest teilweise dem Willen des BVB, der zuvor um eine reduzierte Belastung gebeten hatte.
Vor dem Deutschland‑Duell hatte der 18‑jährige Offensivspieler in allen drei Nations‑League‑Spielen Griechenlands von Beginn an gestartet. Die vorherigen Einsätze hatten ihm jeweils die vollen 90 Minuten gesichert. Im Gegensatz dazu spielte er nur 45 Minuten gegen die DFB‑Elf.
In einem Champions‑League‑Duell gegen Villarreal (3:2) war Karetsas plötzlich zu Boden gegangen und wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Kreislaufprobleme beziehungsweise Dehydrierung wurden als Ursache genannt, weitere Untersuchungen ergaben keinen Befund. Trotz der kurzen Hospitalisierung kehrte er schnell in den Trainingsbetrieb zurück.
Seitdem steht Karetsas wieder regelmäßig auf dem Platz und hat in der aktuellen Länderspielphase ein hohes Pensum. Trainer und Mitspieler betonten, dass seine Form wiederhergestellt sei. Nach seiner 45‑minütigen Schicht gegen die DFB‑Elf richtet sich der Blick nun wieder auf Borussia Dortmund, das am Freitag das Bundesliga‑Spiel gegen Werder Bremen bestreitet.
Der Offensivtalent wechselte im Sommer für 30 Millionen Euro vom KRC Genk zu Borussia Dortmund. In seinen ersten sechs Pflichtspielen für den BVB lieferte er bereits eine Vorlage. Seine erste Assistenz kam in einem 2:1‑Sieg gegen den FC Köln.