Dortmunder Rückschlag: Füllkrug rettet Punkt nach späten Fehlern
Am Freitagabend im Signal Iduna Park kassierte der BVB einen späten Ausgleich gegen Werder Bremen – ein deutlicher Dortmunder Rückschlag, als Niclas Füllkrug in der Nachspielzeit den zweiten Treffer für die Bremer erzielte. Das Ergebnis wirft ein Schatten auf den bislang gelungenen Start in die Bundesliga‑Saison.
Spannender Spielverlauf
In der 88. Minute brachte Nico Schlotterbeck das BVB mit einem Kopfball auf 2:0 in Führung, was zunächst den Eindruck erweckte, die Umsetzung sei gelungen. Nur wenige Minuten später jedoch führte ein fahrlässiger Fehlpass von Schlotterbeck zum Gegentreffer, und in der zweiten Minute der Nachspielzeit köpfte Füllkrug zum 2:2‑Endstand.
Trainer Niko Kovać kritisierte das plötzlich zusammengebrochene System, das in der ersten Halbzeit durch zu träge Spiel kaum Gefahr für die defensiv orientierte Werder‑Formation erzeugte. In der zweiten Halbzeit erhöhte Dortmund den Druck, doch die hektischen Anweisungen nach dem zweiten Tor zeigten die Unsicherheit im Team.
Ausblick auf die kommenden Aufgaben
„Wir hatten uns für diese Saison vorgenommen, solche Spiele zu killen“, betonte Lars Ricken, Geschäftsführer Sport bei Borussia Dortmund, nach dem Unentschieden. Kovać fügte hinzu: „Eine Vorahnung hatte ich nicht, aber ich bin schon sehr lange im Geschäft und weiß, dass es in beide Richtungen gehen kann.“ Der Innenverteidiger Schlotterbeck wies die Frage nach Nachwirkungen zurück: „Nein.“
In drei Wochen trifft Dortmund im Top‑Spiel der Bundesliga auf den FC Bayern München, während zuvor noch fünf Pflichtspiele und ein DFB‑Pokal‑Duell am 27. Oktober gegen Werder in Dortmund anstehen. Der Oktober wird damit in kurzer Zeit zu einem sehr anstrengenden Monat für die Borussen.
Kovać war erstmals als Tabellenführer mit dem BVB in ein Bundesliga‑Spiel gegangen; vier Jahre zuvor hatte Werder Bremen in der 89. Minute den 1:2‑Anschluss erzielt und in der Nachspielzeit den 3:2‑Siegtreffer. Diese Geschichte verdeutlicht, wie schnell das Blatt wenden kann.
„Wir sind auf einem guten Weg, wir machen eine gute Entwicklung“, sagte Kovać und betonte, dass im Fußball immer Rückschläge passieren. Trotz des Rückschlags bleibt das Ziel, die Lücke zum FC Bayern zu schließen, im Fokus.