Dortmund bittet um Schonung, Jovanovic weist Forderung zurück
Der 18‑jährige Konstantinos Karetsas steht im Mittelpunkt, während Griechenland‑Trainer Ivan Jovanovic auf die Berichte über eine angebliche Bitte von Borussia Dortmund reagiert. Beide Seiten betonen die Bedeutung des jungen Offensivspielers in der laufenden Länderspielphase.
Berichten zufolge habe Borussia Dortmund beim griechischen Verband den Wunsch geäußert, Karetsas im heutigen Spiel gegen die DFB‑Auswahl zu schonen. Der Klub wolle den 18‑Jährigen komplett aussetzen, um die Belastung zu reduzieren.
Jovanovic weist BVB‑Bitte zurück
Auf einer Pressekonferenz am Samstag zeigte sich Jovanovic leicht genervt und betonte, dass es keinen besonderen Austausch mit einem europäischen Verein gebe. Er sagte: „Wir stehen mit allen Teams, bei denen unsere Spieler kicken, im wöchentlichen Austausch – mit beidseitigem Informationsfluss.“
Der griechische Trainer wies den Sky‑Bericht entschieden zurück: „Seit ich hier Nationaltrainer bin, hat es noch keinen Verein in Europa gegeben, der einen besonderen Umgang von uns gefordert hat.“ Er bezeichnete die Meldungen als übertrieben, wie die italienische zitierte.
Selbst wenn Dortmund um eine Pause gebeten hätte, betonte Jovanovic, dass er dem nicht nachkommen würde. Sonderwünsche von Vereinen würden keine Ausnahme bilden, erklärte er.
Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Christos Tzolis sei Karetsas im Rückspiel gegen die DFB‑Auswahl besonders wichtig. Im Hinspiel der Vorwoche hatte der Offensivspieler die vollen 90 Minuten absolviert und maßgeblich zum ersten Sieg Griechenlands über Deutschland beigetragen.
Bei Borussia Dortmund sei Karetsas vor der Länderspielpause vorsichtig eingesetzt worden. Im September war er im Champions‑League‑Duell gegen den FC Villarreal (3:2) wegen Kreislaufproblemen zu Boden gegangen. Seine Mutter erklärte gegenüber dem belgischen, dass Dehydrierung die Ursache sei; BVB‑Sportgeschäftsführer Lars Ricken dementierte diese Aussage.
Dortmund wolle kein Risiko eingehen und die Belastung des Talents weiterhin steuern. Gleichzeitig haben bereits Nico Schlotterbeck und Julian Ryerson, beide BVB‑Profis, sich bei ihren Nationalmannschaften verletzt, was die Vorsicht des Westfälers weiter erklärt.