Bundesliga
Diks’ Doppelrolle: Gladbach‑Kapitän kämpft um Sieg, während er Indonesien zum ASEAN‑Cup führt
Kevin Diks steht als Interims‑Kapitän von Borussia Mönchengladbach vor der Aufgabe, nach fünf verlorenen Bundesliga‑Spielen wieder zu Siegen zu führen, während er gleichzeitig die indonesische Nationalmannschaft zum historischen FIFA‑ASEAN‑Cup‑Titel brachte.
Führung in der Bundesliga
Der 30‑jährige Verteidiger hat in drei der ersten fünf Spiele das Trikot von Gladbach getragen, weil der reguläre Kapitän Tim Kleindienst verletzt ist. Trotz der Niederlagen bleibt Diks philosophisch und betont, dass man sich auf das konzentrieren solle, was man kontrollieren könne. "Negativität zieht Negatives an, deshalb fokussieren wir uns auf das, was wir gut machen", sagte er den internationalen Bundesliga‑Journalisten.
Auf die jüngste Derby‑Niederlage gegen Köln (2:1) verwies Diks und erklärte, dass Niederlagen Teil des Spiels seien: "Man verliert manchmal 4‑3 oder 2‑1, aber man muss dranbleiben." Er fügte hinzu, dass er in den letzten fünf‑ bis sechs Jahren zu einem Anführer gereift sei und dass Führung nicht immer laut sein müsse.
Erfolg mit Indonesien
Im vergangenen Monat übernahm Diks das Kapitänsbüro der indonesischen Nationalmannschaft zu Beginn ihres FIFA‑ASEAN‑Cup‑Abenteuers und führte das Team im Finale gegen Thailand zum Sieg, indem er den entscheidenden Elfmeter im Elfmeterschießen verwandelte. "Es war eine große Ehre, ein wahrer Rollercoaster an Emotionen, aber wir haben Geschichte geschrieben", betonte er.
Er erklärte, dass er bereits vor dem Finale mit Joey Pelupessy abgesprochen habe, dass er den ersten Strafstoß übernehmen würde, weil er sicher sei, das Tor zu treffen. "Ich wusste, dass ich treffen würde und wir würden gewinnen", sagte Diks.
Diks hob die multikulturelle Zusammensetzung von Gladbach hervor: "Wir haben japanische Spieler, die sehr demütig und hart arbeiten, ich selbst bin Indonesier, und Wael Mohya, ein Deutscher mit marokkanischen Wurzeln, bringt ebenfalls besondere Qualitäten ein."
Abseits des Platzes vermisst Diks die indonesische Küche. Er nannte Nasi Kuning und Nasi Goreng als Lieblingsgerichte und erzählte, dass er einmal die gesamte Gladbach‑Mannschaft zu einem indonesischen Essen eingeladen habe. "Alle liebten es", fügte er lachend hinzu.
Am kommenden Sonntag trifft Gladbach im Heimspiel gegen Hoffenheim (Kick‑off 17:30 Uhr CEST) und hat damit die Chance, den ersten Sieg der Saison zu holen.