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Didi Hamann fordert Sperre für Nadiem Amiri nach unsportlicher Aktion

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Didi Hamann fordert Sperre für Nadiem Amiri nach unsportlicher Aktion

Als die Kamera den Strafstoß in der Borussia‑Mönchengladbach‑Arena zeigte, sah man Nadiem Amiri, wie er mit den Stollen den Elfmeterpunkt bearbeitete, obwohl Mainz mit 2:1 führend war. Der Vorfall löste sofort Empörung aus und brachte die Diskussion um Fairplay im deutschen Fußball erneut in den Fokus.

TV‑Experte Didi Hamann reagierte bei Sky sofort und bezeichnete die Aktion als „grob unsportlich“ und als „Grenze, die weit überschritten wurde“. „Den würde ich aus dem Verkehr ziehen“, fuhr er fort und forderte eine Spielsperre für den Mainzer Nationalspieler.

Trotzdem betonte Hamann, dass Amiri „großen Wert für die Mannschaft“ habe und bereits Nationalspieler sei, doch er mahnte: „Da schauen Kinder zu, so etwas macht man nicht im Sport.“ Er verwies darauf, dass Vorbilder im Fußball Verantwortung tragen.

Penalty verfehlt, Gladbach bleibt zurück

Kurz nach dem umstrittenen Vorfall trat Gladbachs Verteidiger Kevin Diks an und schoss den Strafstoß mit voller Wucht gegen den rechten Pfosten. Der Schuss blieb wirkungslos, während Mainz anschließend durch Isac Lidberg den Ausgleich zum 2:2 erzielte.

Mainz wandte das Spiel dann zu ihren Gunsten, als Eric Martel und Danny da Costa jeweils trafen und das Ergebnis auf 4:2 stellten. In der Nachspielzeit verwandelte Shuto Machino einen Handelfmeter, doch zu diesem Zeitpunkt war Amiri bereits ausgewechselt.

Folgen für Trainerstab und Nationalteam

Parallel zu dem Vorfall stand Borussia Mönchengladbach nach seiner vierten Niederlage im vierten Saisonspiel auf dem letzten Tabellenplatz, den Hamburger SV hinter sich lassend. Alexander Blessin soll nun die Nachfolge von Eugen Polanski antreten, während Interimstrainer Jan‑Moritz Lichte das Team am Samstag betreute.

Für den 29‑jährigen Amiri stehen nun die Länderspiele gegen die Niederlande und Griechenland auf dem Programm. Er gehört zu den ersten beiden Spielern aus dem neuen DFB‑Kader von Bundestrainer Jürgen Klopp, die für die kommenden vier Partien berufen wurden.

Hamanns deutliche Worte verdeutlichen, dass unsportliches Verhalten im Profifußball nicht toleriert werden darf, weil Kinder das Geschehen verfolgen und Vorbilder benötigen. Die Debatte um mögliche Sanktionen für Amiri könnte künftig klare Grenzen für das Verhalten auf dem Platz ziehen.

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