DFB Urbig Treu zählen zu den drei jungen Klopp‑Gewinnern nach Griechenland
Im staubigen Stadion von Thessaloniki hielt der 23‑jährige Torwart Jonas Urbig das Netz sauber, während das DFB‑Team in der Nations League mit einem 0:0 gegen Griechenland endete. Trotz des verpassten Sieges fühlten sich Urbig, der rechte Außenverteidiger Philipp Treu und der Freiburger Flügelstürmer Derry Scherhant als echte Gewinner. Alle drei wurden von Jürgen Klopp in den ersten vier Spielen zum Nationalspieler ernannt.
Urbig glänzt im Tor
Jonas Urbig zeigte ein gutes Spiel in Griechenland und hielt nach nur zwei Minuten eine spektakuläre Parade. Der Bayern‑Torhüter, der noch Azubi von Manuel Neuer ist, sprach fließend Englisch im griechischen Fernsehen und wirkte damit reif sowohl auf dem Platz als auch abseits. "Ich habe mich einfach gefreut, der Mannschaft zu helfen und dass wir dann alle wach sind", erklärte er nach dem Spiel.
Treu überzeugt im Außenverteidigerposten
Philipp Treu, 25, genoss die Aufmerksamkeit nach seinem dritten Länderspiel innerhalb von zehn Tagen und sagte: "Ich freue mich ja, wenn mich jemand erkennt". Sein Ziel, sich als Philipp Treu zu etablieren, habe er laut eigener Aussage erreicht. Treu sammelte 270 Einsatzminuten und war damit der Vielspieler im ersten Klopp‑Block, wobei er gegen Cody Gakpo, Filip Kostic und Alexandros Kyziridis überzeugte.
Scherhant überrascht im Sturm
Derry Scherhant, ein 23‑jähriger Freiburger, war die größte Überraschung im großen Klopp‑Kader und startete in der Bundesliga erst in dieser Saison richtig durch. Lothar Matthäus bezeichnete ihn bereits als Kandidaten für den kleineren Kader im November, und der DFB‑Sportdirektor riet ihm: "Gas geben, sich nicht verstecken". Scherhant selbst sagte: "Für meinen Teil bin ich dankbar, dass ich dabei sein durfte. Es ist mehr als ein Traum für mich, wenn ich realisiere, wo ich herkomme".
Jürgen Klopp begründete Urbigs zweiten Einsatz mit notwendiger Spielpraxis, obwohl der junge Torhüter selbst nichts davon wusste. In München kehrt Urbig hinter Manuel Neuer zurück, während das Duell mit Marc‑André ter Stegen an Brisanz gewinnen könnte. Philipp Treu wird künftig häufiger erkannt werden, nicht nur im Breisgau, weil er sein Ziel erreicht hat.
Die drei Spieler verkörpern die langjährige Suche des DFB nach einem internationalen Rechtsverteidiger, nach einem verlässlichen Torwart und nach frischem Sturmpotenzial. Ihre Auftritte in Griechenland geben dem Trainerstab von Jürgen Klopp und dem deutschen Fußball neue Hoffnung für die kommenden Nations‑League‑Runden.