DFB überrascht mit vorgezogener Adidas-Jersey‑Wahl in Amsterdam
Das DFB-Team um Nathaniel Brown trägt das Abschiedsshirt von Ausrüster Adidas bereits beim ersten Spiel des neuen Bundestrainers, das am Donnerstagabend in Amsterdam gegen die Niederlande ausgetragen wird – ein früherer Einsatz als ursprünglich geplant. Die Entscheidung kommt überraschend und ersetzt das zuvor geplante grüne Retro‑Trikot.
Ursprünglich sollte das schwarze Trikot mit goldenen Rautestreifen erst für das Rückspiel am 16. November in Berlin zum Einsatz kommen. Stattdessen war ein grünes Retro‑Trikot vorgesehen, das an das Auswärtsshirt der WM 1990 erinnert.
Kurzfristige Entscheidung und UEFA‑Zustimmung
Eine kurzfristige Entscheidung ersetzte das geplante Outfit, nachdem die UEFA‑Genehmigung vorlag. Damit kann das schwarze Trikot bereits in der Johan Cruyff‑Arena getragen werden.
Das Trikot besticht durch ein schwarzes Grunddesign und goldene Streifen, die aus kleinen Rauten bestehen. Der DFB erklärte, diese Rauten symbolisieren mehr als 24.000 Fußballvereine, das Fundament des deutschen Fußballs.
Adidas‑Kampagne und Trikot‑Wahl
Adidas veröffentlichte zu Beginn der Woche einen Werbefilm, in dem Philipp Lahm, Florian Wirtz und Jürgen Klinsmann über das schönste DFB‑Trikot diskutieren. Die Präsentation des Abschiedstrikots war für den 3. November angekündigt. Adidas kommentierte die vorgezogene Premiere: „Seit Anfang der Woche diskutieren Fußballgrößen und Fans, welches das beste DFB‑Trikot aller Zeiten ist. Wir freuen uns, dass ab sofort ein weiteres Jersey Teil der Debatte wird.“
Im Teamquartier in Herzogenaurach sind das weiße und das grüne DFB‑Trikot ausgestellt. Für das Spiel am Sonntag in Augsburg gegen Griechenland und das anschließende Duell in München gegen Serbien ist ein weißes Heimtrikot vorgesehen. Welches Trikot die Nationalspieler am 4. Oktober im Auswärtsspiel in Griechenland tragen, bleibt noch ungeklärt.
Nach 77 Jahren endet die Partnerschaft mit Adidas in diesem Jahr. Ab 2027 wird Nike die Nationalmannschaft ausstatten, angeblich für 100 Millionen Euro pro Jahr. Für den Mann im Team ist damit ein neuer Abschnitt eingeläutet.