DFB-Team verzichtet auf Ersatzkapitän Gnabry, Keidel rückt ins Aufgebot
Im Trainingscamp der deutschen Nationalmannschaft in München herrscht gespannte Stille, während das Team sich auf die Abreise nach Thessaloniki vorbereitet. Ohne Ersatzkapitän Gnabry wird am Sonntag das vierte Nations‑League‑Duell gegen Griechenland auswärts ausgetragen, beginnend um 20:45 Uhr im Sportschau‑Audiostream. Die Stimmung ist angespannt, weil die Mannschaft nur noch einen Einsatz vor sich hat.
Klopp verzichtet auf Gnabry
Bundestrainer Jürgen Klopp hat für das Spiel gegen Griechenland bewusst auf Serge Gnabry verzichtet. Der ehemalige Ersatzkapitän soll das Team nicht mitreisen, weil er nicht im endgültigen Kader steht. Stattdessen rückt Neuling Felix Keidel von der SV Elversberg ins Spieltagsaufgebot.
Nach dem 2:0‑Sieg gegen Serbien in München hatte Klopp noch 24 Spieler im Camp der DFB‑Auswahl versammelt. Laut UEFA‑Regularien dürfen jedoch für die Vorrundenspiele nur jeweils 20 Feldspieler und drei Torhüter gemeldet werden. Deshalb musste das Team die Besetzung reduzieren, bevor es nach Griechenland reist.
Gnabry war im Spiel gegen Serbien erstmals als Stellvertreter von Joshua Kimmich Kapitän und blieb als einziger Nationalspieler in allen drei Nations‑League‑Partien im Einsatz. Am Donnerstag stand er nach seiner schweren Verletzung, die ihn von der WM‑Teilnahme ausschloss, wieder von Beginn an im Münchner Stadion. Klopp lobte sein gutes Spiel und erklärte die damalige Auswechslung zur Pause mit „Belastungssteuerung“.
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Keidel rückt ins Aufgebot
Felix Keidel, der bisher nur für den FC Ingolstadt in der Jugendabteilung spielte, kann sowohl im defensiven Mittelfeld als auch auf beiden Außenverteidiger‑Positionen eingesetzt werden. Der 23‑jährige Neuling zählt zu den Debütanten im XXL‑Kader der deutschen Nationalmannschaft für die bevorstehenden UEFA‑Nations‑League‑Spiele. Seine Nominierung löste zunächst Verwunderung aus, da er aus der Regionalliga‑Elversberg stammt.
Am Samstagvormittag absolviert die Nationalmannschaft das offizielle Abschlusstraining bei DFB‑Partner Adidas in Herzogenaurach. Anschließend reist das Team am Freitagnachmittag nach Thessaloniki, um im Rückspiel das 0:1‑Ergebnis aus dem Hinspiel zu korrigieren. Nach einer durchwachsenen ersten Länderspielpause hofft Jürgen Klopp auf ein Erfolgserlebnis.
Die Entscheidung, auf Gnabry zu verzichten und stattdessen Keidel zu integrieren, zeigt, wie flexibel das DFB‑Team auf regulatorische Vorgaben reagiert. Beobachter werden das Spiel am Sonntag genau verfolgen, um zu sehen, ob die jungen Kräfte die Erwartungen erfüllen.