DFB Klopp findet in Philipp Treu Lösung für Rechtsabwehr
DFB‑Trainer Jürgen Klopp hat Philipp Treu, den 25‑jährigen Rechtsverteidiger des SC Freiburg, in drei von vier Länderspielen in die Startelf gestellt und damit eine langjährige Schwäche an der rechten Abwehr behoben. Treu erhielt insgesamt 85 Minuten Spielzeit und zeigte sofort Wirkung.
Treu glänzt in Thessaloniki
Im Endspiel gegen Griechenland in Thessaloniki blieb es beim 0:0, doch Treu sorgte für das gefährlichste Offensivspiel der Deutschen. Nach einem Sprint bis in den gegnerischen Strafraum flankte David Raum den Ball auf den langen Pfosten; Treu erreichte ihn, war jedoch ein paar Millisekunden zu spät und schoss über das Tor. "Fast wäre Philipp Treu noch zum Matchwinner geworden", schrieb Benjamin Zurmühl.
Klopp lobt defensiven Einsatz
In der Defensive eroberte Treu das Spielgerät siebenmal, stellte sich Alexandros Kyziridis und Georgios Masouras in den Weg und jagte verlorene Bälle sofort hinterher. "Er macht das einfach gut", fasste Jürgen Klopp das Gesamtbild zusammen. Der Trainer betonte zudem: "Er hat eine für ihn ungewohnte Position in unserem Offensivspiel, er ist weit vorne."
Klopp ergänzte: "Jeder Außenverteidiger muss nach vorne Gas geben und nach hinten arbeiten wie ein Stier." Treu zeigte sich sowohl als Motor nach vorne als auch als Stier nach hinten – ein Profil, das Klopp seit Jahren sucht.
Ausblick auf November‑Kader
Nach dem Spiel stellte Klopp fest, dass Treu sehr settled wirke und keinen Eindruck eines Neulings hinterlasse. "Man hatte nicht den Eindruck, dass ein Neuling da spielt", sagte er. Sollte nichts Unvorhergesehenes passieren, könnte Treu auch im November‑Aufgebot berücksichtigt werden.
Die rechte Abwehrseite hat seit dem Rücktritt von Philipp Lahm immer wieder Probleme bereitet. Nach Versuchen mit Joshua Kimmich, Niklas Süle, Thilo Kehrer, Lukas Klostermann, Benjamin Henrichs und Ridle Baku blieb die ideale Lösung aus. Treus Auftritt könnte damit endlich die langjährige Baustelle lösen.