DFB drängt auf Entscheidung zur Regionalliga‑Reform trotz Fan‑Protest
Die Fans von Lok Leipzig protestieren mit einem Transparent „Meister müssen aufsteigen“, weil die aktuelle Aufstiegsregelung in der Regionalliga Unmut auslöst, während der Deutsche Fußball‑Bund am Freitag einen außergewöhnlichen Bundestag am 18. Dezember ankündigt, um über das Kompass‑Modell zu entscheiden.
POINT/ Sven Sonntag betont, dass seit Jahren die Aufstiegsregelung in den Regionalligen Unmut bei Fans und Vereinen erzeugt. Mit dem Transparent zeigen die Unterstützer von Lok Leipzig ein Transparent mit der Aufschrift „Meister müssen aufsteigen“, um ihren Unmut über die aktuelle Regelung zu verdeutlichen. Denn nicht alle Meister steigen automatisch auf, was die Kritik befeuert.
Der Deutsche Fußball‑Bund (DFB) hat am Freitag seine Pläne für eine Regionalliga‑Reform vorgestellt und eine Entscheidung für ein außergewöhnliches Bundestagsmeeting am 18. Dezember festgelegt. In einer Mitteilung, die über die offizielle App angehört, gemerkt und geteilt werden kann, wird erklärt, dass DFB‑Generalsekretär Holger Blask die Vorbereitung leitet. Die Informationen stehen zum Download bereit, sodass Interessierte sie auch drucken und nicht verschenken, sondern aktiv nutzen können.
Vier Regionalliga‑Staffeln statt fünf
Das Kompass‑Modell sieht vor, die derzeit fünf Regionalliga‑Staffeln auf vier zu reduzieren. Die Neuverteilung soll nach geografischen Kriterien erfolgen, um eine ausgewogene regionale Zuordnung zu gewährleisten und bestehende Derbys zu erhalten. Jede Liga würde aus zwanzig Mannschaften bestehen.
Automatischer Aufstieg für alle Meister
Nach dem Modell erhalten künftig alle Regionalliga‑Meister die Möglichkeit, in die 3. Liga aufzusteigen. Derzeit haben nur die Meister der West‑ und Südwest‑Regionalliga ein automatisches Aufstiegsrecht. Die Titelträger von Nord, Nordost und Bayern würden im Rotationsverfahren einen direkten Aufstieg erhalten, während die übrigen beiden Meister in Hin‑ und Rückspiel um den vierten Aufstieg kämpfen.
Zusammenfassung der Stimmenlage und gescheiterter Reformversuch
Ende Juni scheiterte ein Reformversuch, wobei im Westen 60,9 Prozent, im Norden 61,5 Prozent und im Nordosten 76,3 Prozent der Klubverantwortlichen das Kompass‑Modell favorisierten. Im Südwesten stimmten 93,1 Prozent für das Regionenmodell, während in Bayern 52,4 Prozent neue Modelle unterstützten. Der DFB verweist jedoch auf eine bundesweite Mehrheit von 50,6 Prozent für das Kompass‑Modell.
Zusätzlich teilte der DFB mit, dass künftig Polizeikosten bei Hochrisikospielen mindestens anteilig an den jeweiligen Heimverein weitergegeben werden. Präsident Bernd Neuendorf erklärte, dass der Verband aufgrund seiner Vermögensbetreuungspflicht verpflichtet sei, die Kosten weiterzuleiten, sobald er Gebührenbescheide erhalte.
Die Saison 2027/2028 wird laut DFB als Qualifikationssaison für die neue Struktur genutzt, während die Umsetzung der Viergleisigkeit erst in der Saison 2028/2029 erfolgen soll. Damit soll eine klare Übergangsphase geschaffen werden, in der die Vereine ihre geografische Zuordnung anpassen können.
Der Gegensatz zwischen dem lautstarken Unmut der Lok‑Leipzig‑Fans und den strukturellen Lösungen des DFB verdeutlicht, dass die Aufstiegsregelung jetzt gelöst werden muss, um sowohl sportliche Gerechtigkeit als auch eine stabile Liga‑Struktur zu gewährleisten.