Bundesliga FRAUEN
Deutscher Fußballverband spaltet Frauen‑Bundesliga, um FBL zu gründen
Im Versammlungsraum des Deutschen Fußballverbands haben die 223 Mitglieder an diesem Freitag einstimmig dafür gestimmt, die Frauen‑Bundesliga aus dem föderalen Dach zu lösen und ab der Saison 2027‑2028 einen unabhängigen, offiziellen und zukünftigen Wettbewerb, die FBL, zu starten.
Ein europäischer Präzedenzfall
Diese Entscheidung ist in Europa nicht das erste Mal. Im Jahr 2023 kündigten die Clubs der ersten und zweiten englischen Liga an, den Dachverband der englischen Föderation zu verlassen, um ab der Saison 2024‑2025 eine Struktur namens „NewCo“ zu schaffen.
Ziele und Ambitionen
Außerhalb des Rheins umfassen die Ziele der Trennung die Neuverhandlung der Fernsehrechte, die zum Saisonende auslaufen. Die Verantwortlichen möchten zudem das Format der Liga ändern und eventuell am Saisonende Play‑offs einführen. Der Präsident des DFB, Bernd Neuendorf, erklärte: „Der internationale Wettbewerb hat sich intensiviert, andere investieren erheblich. Unser gemeinsames Ziel muss sein, den Frauenfußball dauerhaft auf höchstem Niveau zu verankern.“
Die 36 deutschen Profivereine hatten sich bereits am 18. Dezember 2000 vom DFB getrennt, indem sie die Deutsche Fußballliga gründeten. Dieser Name wurde später in Bundesliga umbenannt, die heute das gleiche Trennungs‑Erbe trägt.
Die Änderung ist nun offiziell und tritt ab der Saison 2027‑2028 in Kraft. Die Akteure hoffen, dass die neue Liga, die FBL, die Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Frauenfußballs in Deutschland stärkt.