Derby-pleite Köln erhöht Druck auf Wagner, Nachfolger im blick
Im Geißbockheim, wo am vergangenen Samstag die Kölner U21 ein 4:3 gegen den VfB Hilden feierten, brodelt die Unruhe um das Traineramt des 1. FC Köln. Vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach steigt der Druck auf Trainer René Wagner, während Gerüchte über einen Nachfolger die Stimmung vergiften.
Interne Diskussionen
Der gemeinsame Ausschuss des 1. FC Köln hat sich in den vergangenen Tagen getroffen, um die Trainerfrage zu erörtern. Dabei sei auch Wagners Zukunft thematisiert worden, und ein mögliches Aus nach einer Niederlage gegen Gladbach sei diskutiert worden.
Nach dem durchwachsenen Start in die Bundesliga‑Saison, in dem die Mannschaft nur vier Punkte aus den ersten vier Spielen holte, könnte das Derby für den 38‑jährigen Trainer besondere Bedeutung erhalten.
Als möglicher Nachfolger wird Horst Steffen gehandelt. Der 57‑jährige Trainer, der seit seiner Freistellung bei Werder Bremen im Februar ohne Job ist, wurde am Samstag im Geißbockheim gesehen, wo er das 4:3‑Ergebnis der Kölner U21 beobachtete.
Ein direkter Austausch zwischen Steffen und der sportlichen Führung soll bei diesem Besuch nicht stattgefunden haben. Der Verein habe zu den weitergehenden Spekulationen keine Stellung genommen, berichtete der Express.
Derby gegen Borussia Mönchengladbach entscheidet über René Wagners Zukunft bei 1. FC Köln
Gleichzeitig soll es bereits eine mündliche Einigung mit Steffen geben, falls Wagner das Amt verlässt. Diese Information stammt ebenfalls aus dem Bericht des Express.
Öffentliche Unterstützung und Bilanz
Präsident Jörn Stobbe stärkte Wagner zuletzt öffentlich den Rücken und erklärte im Podcast „Dreierkette Köln“, Wagner bleibe „noch langfristig FC‑Trainer“. Er bewertete den Coach in den entscheidenden Bereichen mit einer „brutal hohen Punktzahl“.
Sportlich benötigt Köln jedoch dringend Erfolgserlebnisse. In den ersten vier Bundesligaspielen der neuen Saison sammelte das Team lediglich vier Punkte, und aus zehn Ligapartien unter Wagner resultierten nur zwei Siege.
Damit erhält das Heimspiel gegen Gladbach zusätzliche Brisanz. Ob die Kölner tatsächlich über einen Trainerwechsel nachdenken, wird maßgeblich davon abhängen, wie Wagner und seine Mannschaft aus der Länderspielpause zurückkehren.