Demichelis kritisiert nach Leverkusen‑Niederlage den eigenen Weg
Nach einer enttäuschenden 0:2‑Niederlage gegen Bayer Leverkusen zeigte Trainer Martín Demichelis bei RB Leipzig keine Scheu, sich selbstkritisch zu äußern und den eigenen Auftritt sowie den eingeschlagenen Weg in Frage zu stellen. Er betonte, dass die ersten Minuten vielversprechend gewesen seien, während die zweite Halbzeit das Team an Chancen vorbeiziehen ließ.
Die Leipziger starteten stark, setzten die Gäste früh unter Druck und dominierten die Anfangsphase. Kurz vor der Pause brachte Patrik Schick die Gastgeber in Führung, und nach dem Seitenwechsel erhöhte Miguel Gutiérrez auf 2:0. Trotz größerer Ballkontrolle nach dem zweiten Tor gelang es Leipzig kaum, gefährliche Situationen zu kreieren.
Demichelis äußerte nach dem Spiel: „Wenn ein Trainer verliert, hat er niemals recht.“ Er fügte hinzu: „Die ersten 15 Minuten war es ein sehr gutes Spiel der Mannschaft.“ Der argentinische Coach ärgerte sich darüber, dass seine Mannschaft bis zum ersten Gegentor gut gespielt hatte, und räumte ein, dass nach dem zweiten Treffer die Offensivkraft nachgelassen habe.
Selbstkritik und Ausblick
Ein weiterer Rückschlag war die Verletzung von Brajan Gruda, einem möglichen DFB‑Debütanten. Demichelis sah in der bevorstehenden Länderspielpause sowohl eine Chance als auch ein Problem: „Es ist eine Schande, wir haben drei Wochen ohne die ganze Gruppe.“ Ein Teil des Kaders wird mit den Nationalmannschaften unterwegs sein.
Nach der Rückkehr der Nationalspieler will der Trainer die Vorbereitung auf die nächsten Aufgaben schnell wieder aufnehmen. Er betonte, dass anschließend eine intensive Phase mit zahlreichen Spielen bevorstehe und dass die Niederlage in Leverkusen gründlich aufgearbeitet werden müsse.
Der Kontrast zwischen der enttäuschenden Leistung und Demichelis' offener Selbstkritik verdeutlicht, dass der Trainer die aktuelle Situation als Lernchance nutzt, während er gleichzeitig die strukturellen Probleme des Teams im Blick behält.