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WM

Concacafs Kritik an Infinitos Investoren-Deal löst FIFA‑Rückzug aus

Von 4AllFootball ·
Concacafs Kritik an Infinitos Investoren-Deal löst FIFA‑Rückzug aus

FIFA‑Präsident Gianni Infantino’s vorgeschlagener Investor‑Deal, der darauf abzielte, eine Milliarde Euro durch den Verkauf eines Teils der kommerziellen Rechte der Weltmeisterschaft zu erzielen, geriet in Konflikt mit der scharfen Kritik von Concacaf und verdeutlichte damit ein Aufeinandertreffen von globalen Ambitionen und regionalen Governance‑Bedenken. Der Gegensatz stellt einen hochkarätigen kommerziellen Plan einer einheitlichen Forderung nach Verantwortlichkeit gegenüber, wobei beide Seiten in derselben Woche ihre Stimme erhoben haben.

Der Investor‑Deal, von der Fußball‑Weltorganisation als ein Schritt zur Generierung eines Milliardeneuro‑Windfalls beschrieben, sollte über eine neu gegründete Tochtergesellschaft, FIFA Forward Enterprise (FFE), umgesetzt werden. Der Plan zielte darauf ab, einen Teil von FIFAs kommerziellen Rechten rund um die Weltmeisterschaft zu monetarisieren – ein Vorhaben, das die Organisation als strategische finanzielle Initiative präsentierte.

Concacaf reagierte mit einer scharf formulierten Stellungnahme und bezeichnete den Vorschlag als „ungeheuerliche Handlung“, die „schlechte Regierungsführung und Führungsschwäche“ widerspiegele. In seiner Erklärung sagte der kontinentale Fußballverband, die Maßnahme „reihe sich ein in eine Reihe von Fehltritten und ähnlichem Verhalten“ und forderte eine umfassende Überprüfung der Präsidentschaft.

Die 41 Mitglieder von Concacaf begrüßten den Rückzug des vorgeschlagenen Deals, betonten jedoch, dass das Thema noch lange nicht gelöst sei. „Diese jüngste einseitige und ungeheuerliche Handlung … ist unerlässlich“, schrieb der Verband und bestand darauf, dass eine gründliche Aufarbeitung von Infantinos Amtszeit erforderlich sei.

Zuvor hatte die UEFA eigene harte Worte geäußert, zu einer „gründlichen und umfassenden“ Überprüfung aufgerufen und gewarnt, dass „keine Option von vornherein ausgeschlossen werden darf“. Der europäische Verband forderte die Identifizierung und Verantwortlichmachung derjenigen, die für die angeblichen Fehltritte verantwortlich seien.

Concacaf lobte die Einheit, die seine Mitgliedsverbände gezeigt haben, und erklärte, dass, wenn „Mut, Integrität und solide Führung“ dominieren, der Fußball in den Händen des Sports und nicht einer einzelnen Person liegen sollte. „Wir alle sind lediglich Verwalter, die einem Spiel dienen, das uns allen gehört“, fügte die Erklärung hinzu und unterstrich die kollektive Haltung gegen das vorgeschlagene kommerzielle Unterfangen.

Nach massivem Widerstand seitens regionaler Verbände ließ FIFA den Investor‑Deal in der Nacht zum Samstag fallen. Die Entscheidung erfolgte nach intensivem Druck von Concacaf, UEFA und anderen Fußball‑Kontinentalverbänden und markierte einen seltenen Rückzug der weltweiten Dachorganisation.

Die Episode zeigt, wie koordinierte Kritik von kontinentalen Verbänden FIFA dazu zwingen kann, große Initiativen umzukehren, und bekräftigt das Prinzip, dass die Fußball‑Governance gegenüber ihrer globalen Gemeinschaft rechenschaftspflichtig bleiben muss.

(IMAGO/ULMER/Michael Kienzler/imago‑images‑bilder) Vorlesen Aktuelle Zeit: 0:00 Gesamtdauer: 0:00 1x Jetzt neu bei t‑online: Schriftgröße anpassen! Der Präsident des Fußball‑Weltverbands sieht sich nun verstärkter Kritik aus Nord‑ und Mittelamerika ausgesetzt, wobei Concacaf Konsequenzen fordert und die Notwendigkeit transparenter Führung betont.

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