Kolumbien übernimmt die Kontrolle, während die Schweiz ihre Abwehr stabil hält
Das Achtelfinale zwischen der Schweiz und Kolumbien ist eine Studie der Gegensätze. Kolumbien dominierte den Ballbesitz und schuf die klarsten Chancen, doch die disziplinierte Defensive der Schweiz hielt sie auf Distanz. Nach 30 Minuten stand es 0:0, die Südamerikaner wurden von Luis Díaz zweimal durch Schweizer Abwehrbemühungen gestoppt, während Ndoyes frühe Aktion problemlos von Torhüter Vargas aufgefangen wurde.
Kolumbien ging ungeschlagen in dieses Spiel, seit sie 2018 sieben WM-Spiele in Folge nicht verloren hatten, doch ihr Angriffstempo wurde von der kompakten Organisation der Schweiz erstickt. James Rodríguez’ Freistoß in der 13. Minute erzwang die erste echte Parade des Spiels von Kobel, während Puertas aus der Distanz geschossener Versuch ebenfalls mühelos abgewehrt wurde. Die Schweizer wiederum hatten Mühe, nennenswerten Druck aufzubauen, ihre längste Ballbesitzphase dauerte kaum 20 Sekunden.
Die Hoffnungen der Schweiz auf ihr erstes Viertelfinale seit 1954 hängen davon ab, dass sie ihre resolute Formation beibehalten. Die Abwesenheit von Johan Manzambi, der sich eine Trainingsverletzung zugezogen hat, schwächte ihre kreative Entfaltung, doch Murat Yakins Team passte sich mit diszipliniertem Pressing und schnellen Umschaltmomenten an. Der ehemalige Club-Brugge-Spieler Jashari rückte in die Startelf, während Rieder zusätzliche Stabilität im Mittelfeld bietet.
Kolumbiens frühes Tor bringt Sieg in der Hitze von Kansas City
Kolumbien hingegen jagt nach einem Viertelfinale, das sie zuletzt 2014 erreichten. Ihre Kampagne basierte auf Widerstandsfähigkeit, mit Siegen über Usbekistan und die Demokratische Republik Kongo, eingerahmt von einem Remis gegen Portugal. Ein mögliches Viertelfinale gegen Argentinien wartet, falls sie diese defensive Pattsituation überwinden können, doch die Weigerung der Schweiz, nachzugeben, hat bisher jeden kolumbianischen Vorstoß vereitelt.Schweiz und Kolumbien duellieren sich um WM-Viertelfinale-Platz
Die Einsätze könnten für beide Teams nicht höher sein. Für die Schweiz wäre ein Viertelfinale der vierte Einzug in die letzten Acht der WM-Geschichte, während Kolumbien mit einem Sieg ihren besten jemals erreichten Abschluss egalisieren könnten. Keine der beiden Mannschaften hat in ihren letzten vier Spielen ein Tor kassiert, und das 0:0 nach 30 Minuten spiegelt das taktische Patt wider, das sich in Kansas City entfaltet.