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Clásico Schiedsrichter: Real Madrid fordert UEFA-Intervention vor spiel

🇪🇸 Von 4AllFootball ·
Clásico Schiedsrichter: Real Madrid fordert UEFA-Intervention vor spiel

Am Sonntag steht das spanische Fußball‑Highlight, der Clásico zwischen FC Barcelona und Real Madrid, bevor. Real Madrid hat bereits vor dem Anpfiff den Fokus auf die Schiedsrichter gerichtet: Antonio Rüdiger geriet in ein Wortgefecht mit dem Unparteiischen, während der Klub die UEFA zur Intervention zwingt.

Solche Szenen seien bei spanischen Fußball‑Spielen von Real Madrid nicht selten, wie das aktuelle Wortgefecht zeigt. Zudem seien die Zahlen der aktiven Schiedsrichter in Spanien zuletzt wieder gestiegen, was die Diskussion um die Spielleitung weiter anheize.

Der bevorstehende Sonntag markiert den Höhepunkt jeder Saisonhälfte in der La Liga, wenn die beiden globalen Schwergewichte aufeinandertreffen. Beide Teams gelten als Weltklubs, doch in den letzten Wochen standen sie vermehrt im Fokus der Schiedsrichterdebatte.

Real Madrid wirft Barcelona systematisch eine Bevorzugung durch die Schiedsrichter vor. Um diese Anschuldigungen zu untermauern, habe der Klub vor drei Wochen zahlreiche Dokumente an die UEFA übermittelt, die den sogenannten „Fall Negreira“ erneut beleuchten.

Negreira‑Fall und UEFA‑Druck

Im Kern des Falls stehen Zahlungen in Höhe von insgesamt 8,4 Millionen Euro, die Barcelona zwischen 2001 und 2018 an Unternehmen geleistet haben soll, die mit José María Enríquez Negreira, dem ehemaligen Vize‑Chef der spanischen Schiedsrichterkommission, verbunden waren. Barcelona betont, dass Negreira lediglich in beratender Funktion tätig war und kein Geld an die Schiedsrichter selbst geflossen sei.

Der Vorgang wurde 2023 öffentlich, nachdem ein Brief aus dem Jahr 2019 an die Öffentlichkeit gelangte. In diesem Brief drohte Negreira, die Aktivitäten zu veröffentlichen, nachdem Barcelona wegen Ausgabenkürzungen den Vertrag mit seinem Unternehmen gekündigt hatte. Die spanische Justiz entschied, dass es sich nicht um Beamtenbestechung handele, und leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Sportbestechung ein, das jedoch schleppend voranschreite.

Real Madrid fordert nun von der UEFA ein sofortiges Eingreifen. Präsident Aleksander Čeferin, der bereits im April 2023 zum Vorgang Stellung genommen hatte, wartet weiterhin auf die Ergebnisse der spanischen Staatsanwaltschaft. Der spanische Gegner verlangt die Aberkennung aller Titel, die Barcelona in dem Zeitraum gewonnen hat, und weist darauf hin, dass die UEFA Barcelona nach Artikel vier ihrer Statuten von internationalen Wettbewerben ausschließen könnte.

Konflikt mit La‑Liga‑Chef

Parallel dazu richten die Madrilenen rechtliche Schritte gegen den 64‑jährigen La‑Liga‑Chef Javier Tebas ein. Tebas hatte kürzlich die Berichterstattung von Real‑eigenen Sendern kritisiert, weil diese wiederholt Fehlentscheidungen zu Ungunsten von Real zeigten, und verglich das Vorgehen mit den Methoden von Joseph Goebbels.

Real veröffentlichte ein fast schon bizarres öffentliches Statement, in dem der Name Goebbels im ersten Satz genannt wurde, und fordert den Rücktritt Tebas. Der Vorsitzende des Nationalen Sportrats von Spanien, José Manuel Rodríguez Uribes, forderte Tebas auf, sich für die Äußerungen zu entschuldigen, weil die Grenzen der Meinungsfreiheit überschritten seien. Tebas, Unterstützer der VOX‑Partei, wird 2027 nicht für eine fünfte Amtszeit kandidieren, doch Real besteht weiterhin auf seinem sofortigen Rücktritt.

Die angespannten Auseinandersetzungen erhöhen die Vorfreude auf den Sonntag, da beide Seiten hoffen, dass die Schiedsrichterfrage vor dem Anpfiff geklärt wird.

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