WM
Schottlands WM-Aus: Clarkes Abschied geplant
Steve Clarke gab am Samstagabend in seinem Hotel in Charlotte seinen Rücktritt als schottischer Nationaltrainer bekannt. Damit endete eine siebenjährige Amtszeit, nachdem das Team in einer Vorrundengruppe mit Brasilien, Marokko und Haiti gescheitert war. Die Entscheidung fiel einen Monat nach der Unterzeichnung eines neuen Vierjahresvertrags, der bis zur EM 2028 und der WM 2030 galt.
Clarke sagte, der Schritt sei „einfach“ gewesen, da er sich bereits vor dem Turnier entschieden hatte zu gehen, falls das Team nicht die K.-o.-Phase erreiche. Er erklärte, dass der vor dem Turnier unterzeichnete Vertrag den Spielern Sicherheit über die Kontinuität des Projekts geben sollte.
Er erinnerte an seinen Traum, Schottland zu einem großen Turnier zu führen, und verwies darauf, dass er 2021 die EM erreicht hatte – eine von Covid beeinträchtigte Ausgabe – sowie eine zweite EM, die er als großartig bezeichnete. Clarke fügte hinzu, dass sein lebenslanges Ziel, eine WM zu erreichen, nun erfüllt sei.
Die WM bezeichnete er als „brillant“, wobei er besonders den emotionalen Moment des Spiels gegen Haiti hervorhob, bei dem Tausende schottische Fans und seine eigene Familie anwesend waren. Die Partien gegen Marokko und Brasilien nannte er „hart“, doch Schottland habe gut mitgespielt, auch wenn es im letzten Drittel an Qualität fehlte.
Um 19:00 Ortszeit teilte er dem Kader seine Entscheidung mit und betonte, wie wichtig es sei, Kapitän Andy Robertson zuerst zu informieren, damit dieser das Team vorbereiten könne. Clarke bezeichnete die Bekanntgabe als „emotionalen Moment“ nach einer siebenjährigen gemeinsamen Reise.
Während der Schottische Fußballverband noch keinen Nachfolger benannt hat, äußerte Clarke die Hoffnung, dass der nächste Trainer die fehlende Qualität im letzten Drittel finden werde. Laut einer Mitteilung des SFA verließ er das Amt mit einem Gefühl der Erleichterung und einem starken Vermächtnis.