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Christian Wück warnt vor Weg, den Auswanderung der Stars legt
Im Trainingszentrum des DFB in Frankfurt lauscht man dem leisen Klicken der Stifte, während Christian Wück, Cheftrainer der DFB‑Frauen, die nächste Kaderauswahl durchgeht. Er blickt dabei nicht nur auf die aktuelle Form, sondern auch auf die wachsende Abwanderung talentierter Spielerinnen ins Ausland.
Selina Cerci hat ihren Vertrag bei TSG 1899 Hoffenheim beendet und ist im Sommer zu einem Londoner Klub gewechselt, wo sie nun für FC Arsenal spielt. Der Wechsel markiert den ersten Schritt einer Serie von Abgängen, die die DFB‑Frauen in den Fokus rücken.
Ausländische Verträge im Kader
Christian Wück hat den Kader für die anstehenden Länderspiele nominiert und dabei festgestellt, dass elf der 24 Spielerinnen bereits bei ausländischen Vereinen unter Vertrag stehen. Besonders auffällig ist, dass vier Nationalspielerinnen in diesem Sommer zu englischen Klubs gewechselt sind.
Zu den Sommerneuzugängen zählen Selina Cerci (FC Arsenal), Vivien Endemann (FC Liverpool), Carlotta Wamser (Manchester City) und Elisa Senß (Real Madrid). Zusätzlich hat die englische Nationalspielerin Georgia Stanway die Bundesliga verlassen und ist ebenfalls zu Arsenal gewechselt.
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Nia Künzer, DFB‑Direktorin, beobachtete den Wandel aufmerksam und erklärte: „Für die einen bietet der Schritt ein Sprungbrett und eine Weiterentwicklung. Für die anderen gibt es noch nicht die Spielzeit, die wir uns wünschen.“
Die englische Liga gilt laut Wück als besonders attraktiv, weil dort höhere Gehälter, bessere Infrastruktur und professionellere Rahmenbedingungen geboten werden. England bietet damit ein Umfeld, das immer mehr Talente anzieht.
Wücks Warnungen und Forderungen
Der 52‑jährige Bundestrainer äußerte große Sorge: „Das ist ein ganz großes Thema und beschäftigt uns alle.“ Er betonte, dass Spielzeit die wichtigste Währung im Fußball sei und fügte hinzu: „Wenn unsere Nationalspielerinnen keine Spielzeit bekommen, dann ist das weder für sie gut noch für das Nationalteam.“ Ein Aspekt, der einigen Spielerinnen künftig Steine in den Weg legen könnte, ist die mangelnde Einsatzzeit.
Wück bemerkte zudem, dass er an Bundesliga‑Spieltagen häufig nur drei oder vier deutsche Spielerinnen auf dem Platz sehe. Er fordert daher, die Talentförderung so zu gestalten, dass deutsche Spielerinnen ausreichend entwickelt werden, um regelmäßig eingesetzt zu werden.