Chaos nach Maldinis Weggang: Kann Mancini Ordnung wiederherstellen?
Leonardo und Paolo Maldini, die eingesetzt wurden, um den italienischen Fußball vom Nachwuchs bis zur A‑Mannschaft zu leiten, traten nach nur 16 Tagen zurück und hinterließen ein Italien ohne Trainer und mit einem technischen Direktor im Chaos. Ihre kurze Amtszeit, die weniger als einen Monat dauerte, endete an einem Dienstag, als beide Männer ihre Stellen beim FIGC verließen.
Das Duo, beide ehemalige AC‑Milan‑Legenden, kam gemeinsam von den Rossoneri und man erwartete von ihnen Stabilität. Ihr Weggang wurde in einem Foto festgehalten, das [Getty Images] zugeschrieben wurde und später in den sozialen Medien mit [Images] und Images] getaggt wurde, was die visuelle Wirkung des Chaos unterstreicht.
Nach dem ersten Schock enthüllten sie, dass sie zunächst Pep Guardiola kontaktierten, in der Hoffnung, dass der ehemalige Manchester‑City‑Trainer ein lukratives Gehalt und volle Freiheit zur Neugestaltung des italienischen Fußballs akzeptieren würde. Pep lehnte ab und entschied sich, seine geplante Auszeit vom Sport fortzusetzen.
Dann wandten sie sich an Carlo Ancelotti, der jedoch kein Interesse zeigte. Carlo Ancelotti, der Brasiliens enttäuschendes Ausscheiden im Achtelfinale der WM betreute, wies das Angebot schnell zurück und ließ das Duo ohne hochkarätigen Kandidaten zurück.
Der nächste Name auf ihrer Liste war Andrea Pirlo. Andrea wurde von der FIGC‑Hierarchie ausgeschlossen, nachdem es öffentlichen Aufschrei wegen seiner Werbung für ein russisches Wettunternehmen und einem umstrittenen Besuch in Moskau nach der Invasion der Ukraine 2022 gab. Pirlo äußerte „große Bitterkeit“ über die Entscheidung, und seine bescheidene Trainerbilanz – nach Stationen bei Juventus, Fatih Karagümrük, Sampdoria und einer Saison bei Dubai United entlassen – wurde breit diskutiert.
„Es war eine ruhige und einvernehmliche Entscheidung, getrennte Wege zu gehen“, sagte Giovanni Malagò zum Abgang und fügte hinzu: „Ich brauchte jemanden, der meine Vision davon teilt, wer der Italien‑Trainer sein sollte. Diese geteilte Vision bezüglich Mancini war bei Maldini nicht vorhanden. Maldini und Leo waren, wie immer, gentlemen, aber auch klar und ehrlich in ihren Ansichten. So war ich es auch.“ Das Zitat verdeutlichte die Spannungen zwischen den ehemaligen Spielern und dem Verband.
Roberto Mancini wurde dann zum Trainer Italiens ernannt, was seine Rückkehr nach einem kurzen Aufenthalt in Saudi-Arabien markiert. Roberto führte Italien bereits zum Triumph bei der Euro 2020, war jedoch auch verantwortlich, als das Team die Qualifikation für die WM 2022 verpasste – eine Enttäuschung, die noch nachhallt.
Der italienische Fußball mag nicht mehr in einem Führungsvakuum stecken, doch die Zukunft bleibt zutiefst ungewiss. Der italienische Fußballverband (FA) und die FIGC stehen nun vor der Aufgabe, Vertrauen wieder aufzubauen und Ergebnisse zu liefern, wobei viele hinterfragen, ob Mancini die Ruhe bringen kann, die der Nation bisher gefehlt hat.