Carragher weist auf die enttäuschende Wirkung von Wirtz bei Liverpool
Auf Anfield, drei Minuten nach Beginn der 0‑3‑Niederlage gegen Manchester City, äußerte der ehemalige Verteidiger Jamie Carragher sein Unbehagen über die Leistungen des deutschen Mittelfeldspielers Florian Wirtz, der seit seiner Ankunft im Sommer 2025 für 125 Millionen Euro noch keinen entscheidenden Beitrag geleistet hat.
Große Investition und Erwartungen
Der deutsche Mittelfeldspieler Florian Wirtz unterschrieb im Sommer 2025 bei Liverpool für einen Riesensumme von 125 Millionen Euro. Er kam von Bayer Leverkusen, wo er Meister der Bundesliga geworden war. Der hohe Preis und die Meisterschaftsvorgeschichte weckten große Erwartungen auf Anfield. Gleichzeitig kam Alexander Isak für 140 Millionen Euro, was den Druck auf die neuen Neuzugänge weiter erhöhte.
Laut Jamie Carragher hat Liverpool zu viel für Wirtz bezahlt. Er wies darauf hin, dass Wirtz, ohne den verletzten Cody Gakpo und Alexander Isak, einspringen musste, um Victor Muñoz und Lewis Koumas zu unterstützen, aber beide besser abschnitten als Bradley Barcola und Wirtz. Barcola und Wirtz haben jeweils mehr als 100 Millionen Euro gekostet, so Carragher. „Das darf nicht so sein“, schloss der ehemalige Verteidiger.
Wirtz hat bis jetzt 57 Einsätze für Liverpool auf seinem Konto, in denen er siebenmal traf und elf Vorlagen gab. Trotz fast sechzig Spielen bleibt sein Beitrag laut Carragher unzureichend. Der ehemalige Liverpool‑Spieler betonte, dass die Phase, in der ein Spieler sich an die Premier League gewöhnen muss, vorbei sei.
Teamdynamik und andere Spieler
Carragher nannte auch Ryan Gravenberch, der nach einer Stunde Spielzeit zwei Gelbe Karten erhielt und das Feld verlassen musste, wodurch das Spielbild verändert wurde. Er stellte fest, dass Gravenberch, trotz eines mäßigen Starts unter Iraola, immer noch Momente seiner früheren Form zeigte. Carragher meinte jedoch, dass Wirtz nicht über Gravenberch steht und dass er Liverpool zu wenig gibt.
Liverpool befindet sich derzeit auf dem neunten Platz in der Premier League. Nächste Woche erwartet das Champions League‑Duell mit LASK Linz, ein Spiel, das zusätzlichen Druck auf den Kader ausübt.