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Transfers

BVBs Transfer im ersten Fenster sitzt überraschend auf der Bank

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
BVBs Transfer im ersten Fenster sitzt überraschend auf der Bank

Nach dem Abgang mehrerer Stammspieler und einer strategischen Neuausrichtung musste Borussia Dortmund im Sommer dringend Verstärkung finden, um die Lücken im Kader zu schließen. Der erste Transferfenster‑Auftritt von Sportdirektor Ole Book sollte genau diese Defizite beheben und gleichzeitig ein Zeichen für die neue Spielphilosophie setzen.

Erste Woche im Amt und offizielle Zahlen

Ole Book ist seit weniger als einem halben Jahr als Sportdirektor bei Borussia Dortmund tätig. Als am Dienstagabend das Transferfenster in Deutschland schloss, war für ihn offiziell der 163. Tag als Sportdirektor des BVB beendet. Der 40‑jährige Book brachte damit frischen Schwung in die Transferstrategie des Westfalen‑Clubs.

Am 23. März hatte der BVB den Nachfolger von Sebastian Kehl offiziell verpflichtet. Zwei Tage später, nach drei Stunden und 15 Minuten im Amt, trat er bei seiner Antrittspressekonferenz vom Podium aus auf, flankiert von den Geschäftsführern Lars Ricken und Carsten Cramer. In seiner Aussage betonte er die Bedeutung von Fleiß für das Scouting und die Kaderplanung.

„Fleiß ist die Basis des Scoutings, Scouting ist die Basis der Kaderplanung, die Kaderplanung ist die Basis des Erfolgs des BVB. Deshalb sollten wir erst einmal mit Fleiß anfangen“, sagte Ole Book. Diese Worte spiegeln den Eindruck wider, den er bei den Verantwortlichen und Medien hinterließ – sachlich, unaufgeregt und fokussiert.

Im ersten Jahr seiner Tätigkeit verzeichnete Book insgesamt siebzehn Transferbewegungen. Sieben neue Spieler wurden für knapp 110 Millionen Euro verpflichtet, während zehn Abgänge rund 40 Millionen Euro einbrachten. Laut Sport‑ wurden zusätzlich etwa 20 Millionen Euro an Gehältern eingespart. Die Zahlen zeigen, dass trotz hoher Transfergerüchte tatsächlich gezielte Investitionen getätigt wurden.

Zu den wichtigsten Zugängen zählen Konstantinos Karetsas, Giannis Konstantelias und Joey Veerman. Joane Gadou, der im Mai verpflichtet wurde, zeigte bereits großes Potenzial, und Justin Lerma, der vor zwei Jahren unterschrieben, trat nun endgültig dem Team bei. Nach Konstantelias’ Verletzung stand Marcel Regula (19) als Backup bereit, falls die Leihe von Ethan Nwaneri nicht zustande kommen sollte.

Book bleibt trotz der erreichten Fortschritte vorsichtig. Er kritisierte den Begriff „Plan B“ nach dem gescheiterten Deal mit Kölns Said El Mala und betonte, dass das Team stets mehrere Profile im Blick habe. Für die kommende Saison bleibt abzuwarten, welche Kaderlücken noch geschlossen werden müssen und wie die Marktbedingungen nach der Weltmeisterschaft das weitere Vorgehen beeinflussen.

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