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BVBs Frauen dominieren Regionalliga, doch Aufstieg bleibt aus
Während die Frauen des BVB in der Regionalliga West ein torloses Laufstegspiel hinlegen, sorgt die Anwesenheit von Alexandra Popp für das Gegenteil – ein Feuerwerk aus Toren, das die sonstige Langeweile vertreibt. Nach einer Saison, in der 117 von 125 Spielen gewonnen wurden, bleibt das Ziel des Aufstiegs jedoch unerreicht.
Erfolgsbilanz und verpasste Aufstiegschance
In der vergangenen Saison erzielte die Frauen von Borussia Dortmund 21 Siege aus 26 Partien, stellte mit 114 Treffern den besten Angriff und ließ mit nur 13 Gegentreffern die stärkste Defensive der Liga laufen. Trotz dieser Statistiken verpasste der BVB die Aufstiegsspiele. Der zweite Mannschaft von 1. FC Köln sicherte am letzten Spieltag den nötigen Zwei‑Punkte‑Vorsprung und verhinderte den Aufstieg der Dortmunderinnen.
Ein weiteres Unglück ereignete sich im September, als ein 3:0‑Sieg gegen den SV Deutz 05 durch eine formelle Panne zunichte gemacht wurde. Die in der 77. Minute eingewechselte Japanerin hatte zwar eine Spielerlaubnis, fehlte jedoch auf dem Spielberichtsbogen, sodass der Verband das Ergebnis mit 0:2 gegen Dortmund wies.
Neue Impulse und Zukunftsperspektive
Alexandra Popp unterschrieb bis 2029 und soll das Team anführen, das bereits von ihrer Torschützenliste mit acht Treffern in sieben Spielen dominiert wird. Zusätzlich kamen fünf Spielerinnen, die zusammen mehr als 1 000 Bundesliga‑Einsätze vorweisen, darunter die österreichische Nationaltorhüterin Manuela Zinsberger, die aktuell wegen eines Kreuzbandrisses ausfällt.
Rita Schumacher, die in der Vorsaison 25 Treffer in 26 Partien erzielte, liefert bereits neun Torbeteiligungen (fünf Tore, vier Vorlagen). Neuzugang Ramona Maier, ehemals bei SGS Essen und zuvor mit 107 Toren in 174 Pflichtspielen für Ingolstadt, steht derzeit bei vier Treffern und zwei Vorlagen.
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Der BVB investierte rund 15 Millionen Euro in ein neues Trainingsgelände, das den Frauen in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Männern zur Verfügung steht. Sportdirektor Ralf Kellermann, ein 58‑jähriger Mann, brachte 18 Jahre Erfahrung aus Wolfsburg mit, wo er 20 Titel sammelte, darunter das Triple 2013.
Nach sieben Siegen in sieben Spielen führt das Team mit einem Torverhältnis von 31:0 die Regionalliga West vor der zweiten Mannschaft von Bayer Leverkusen, die ebenfalls sechs Siege aus sechs Partien verbuchen kann. Damit liegt die Dortmunder Mannschaft klar an der Tabellenspitze.
Die Zuschauerresonanz ist stark: Über 1 700 Dauerkarten wurden verkauft, das Derby gegen Schalke 04 füllte 10 000 Plätze und das Pokalspiel gegen den FC Bayern erreichte 15 755 Zuschauer. Nach drei Heimspielen liegt der Durchschnitt bei 3 800, während MSV Duisburg mit 355 auf dem zweiten Platz steht.
Torhüterin Laura van der Laan berichtet von Langeweile, weil sie selten zum Einsatz kommt, und nutzt psychologische Tricks, die sie von Dortmunds Torwarttrainerin erhalten hat. „Dass man den Fokus verliert, kommt nicht so oft vor“, sagte sie.
Wie das Projekt weiter voranschreitet, hängt von den kommenden Aufstiegsspielen ab; mit starken Statistiken, prominenter Unterstützung und finanzieller Rückendeckung gilt das Vorhaben des BVB als Vorzeigemodell für den Aufstieg des Frauenfußballs in Deutschland.