BVB meldet Verlust von 21,7 Millionen Euro – Einnahmen fallen stark
Der Bundesligist Borussia Dortmund (BVB) hat für das Geschäftsjahr 2025/26 einen Nettoverlust von 21,7 Millionen Euro gemeldet, während im Vorjahr noch ein Überschuss von 6,5 Millionen Euro erzielt wurde – ein deutlicher Kontrast zwischen den beiden Perioden und verdeutlicht die finanzielle Belastung, die das Team nach enttäuschenden Pokalauftritten und rückläufigen TV‑Einnahmen erfährt.
Umsatzrückgang und fehlende Einnahmen
Der Jahresfehlbetrag von 21,7 Millionen Euro folgt auf einen deutlichen Rückgang des Gesamtumsatzes der Schwarz‑Gelben. Die Einnahmen schrumpften um 12,5 % von 526 Millionen Euro auf 460,5 Millionen Euro. Insbesondere die Fernsehgelder fielen von 103,4 Millionen Euro auf 72,1 Millionen Euro. "Der Jahresfehlbetrag ist für uns nicht zufriedenstellend", betonte Carsten Cramer im Grußwort.
Das frühe Ausscheiden aus den Pokalwettbewerben trug maßgeblich zum Minus bei. In der Champions League scheiterte die Mannschaft bereits in den Playoffs gegen Atalanta Bergamo. Im DFB‑Pokal folgte im Achtelfinale eine Niederlage gegen Bayer Leverkusen. Zudem wurde der Erlös aus der Klub‑Weltmeisterschaft von 2025 auf zwei Bilanzjahre verteilt, wobei für 2025/26 nur 11,2 Millionen Euro verbucht wurden.
Transfererlöse und finanzielle Stabilität
Trotz des Einnahmenrückgangs erzielte der Verein auf dem Transfermarkt ein Plus von 21,4 Millionen Euro, sodass die Erlöse auf 59,3 Millionen Euro stiegen. Diese Einnahmen reichten jedoch nicht aus, um das Defizit aus dem Spielbetrieb vollständig zu kompensieren.
Der Jahresbericht weist ein Eigenkapital von rund 300 Millionen Euro aus, die Eigenkapitalquote übersteigt 50 %. Der BVB habe weder neue Finanzschulden aufgenommen noch Kontokorrentkreditlinien in Anspruch genommen, betonte Cramer.
Im Bericht heißt es weiter: "Unser Ziel ist es, Borussia Dortmund unabhängiger von Transfererlösen aufzustellen und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu stärken". Damit signalisiert die Führung eine grundlegende Kurskorrektur.
Der Gegensatz zwischen dem stark rückläufigen Umsatz und den positiven Transferzahlen verdeutlicht, dass der Verein seine Finanzstrategie neu ausrichten muss. Die BVB‑Führung bleibt jedoch zuversichtlich, dass die solide Eigenkapitalbasis das Unternehmen langfristig stabil hält.