BVB lässt Marcel Sabitzer offiziell auf Abschiedstour gehen
Im Trainingsgelände von Signal Iduna Park herrscht eine ungewöhnliche Stille, während die Mannschaft den Abschied ihres langjährigen Mitspielers vorbereitet. Kapitel Marcel Sabitzer wird bei der BVB‑Offiziellen heute offiziell eingeleitet, denn der 32‑jährige Österreicher befindet sich in seiner vierten und letzten Saison beim Club.
Vertrag und sportliche Situation
Marcel Sabitzer spielt seine vierte Saison bei Borussia Dortmund und wird voraussichtlich seine letzte dort verbringen. Der 32‑jährige Österreicher ist nur noch als Rotationsspieler gefragt und durfte zuletzt sogar in der Offensive ran. Trotz über 600 Pflichtspielen im Profifußball fehlt ihm die Konstanz, um ein unangefochtener Stammspieler zu sein.
In den drei absolvierten Spielzeiten beim BVB sammelte Sabitzer 117 Pflichtspieleinsätze, davon 26 Starts in der letzten Saison, und erzielte lediglich fünf Torbeteiligungen. Seine Leistungen schwankten stark, glänzende Phasen blieben selten und die zentrale bzw. defensive Mittelfeldposition blieb ihm weitgehend verwehrt.
Gerüchte und Marktinteresse
Der Vertrag von Sabitzer läuft Ende Juni 2027 aus, und nach der Verpflichtung von Joey Veerman geriet er erneut in die Gerüchteküche. Mitte August kündigte er in einem Mannschaftstreffen einen „Blitz‑Abgang“ an, verließ den Raum jedoch, bevor die übrigen Mitspieler eintrafen. Zwei Wochen später bestätigte sein Berater Roger Wittmann, dass Sabitzer bis zur Winterpause in Dortmund bleibt, weil er mit seinem aktuellen Arbeitgeber zufrieden sei.
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Wittmann erklärte, dass im Sommer zehn verschiedene Anfragen an Sabitzer gestellt wurden, jedoch kein marktgerechtes Angebot eingegangen sei. Im nächsten Jahr könne sein Klient alle Optionen abwägen, jedoch wird keine davon die Borussia sein, da der Klub nicht plant, den Vertrag zu verlängern.
Finanzielle Bewertung und Zukunft
Sabitzers Jahresgehalt wird auf acht Millionen Euro geschätzt, während sein früherer Transfer zum FC Bayern für 19 Millionen Euro verbucht wurde. Die Neuzugänge Joey Veerman, Konstantinos Karetsas und Giannis Konstantelias erhalten jeweils maximal die Hälfte dieses Betrags. Der BVB hat bereits Erfahrung mit Spielern, die hohe Gehälter erhalten, aber wenig Gegenleistung bringen – Beispiele sind Nico Schulz, Marius Wolf, Niklas Süle und Salih Özcan.
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Die Ruhe im Team ist spürbar, obwohl Sabitzer in den sozialen Medien häufig kritisiert wird. Seine Ehefrau Katja, Siegerin der TV‑Show „Der Bachelor“ 2014, reagierte auf einen spöttischen Kommentar eines Users mit einer scharfen Gegenantwort. Sabitzer gilt als Symbol für das frühere Dortmund, das viel Geld in etablierte, ältere Spieler investierte, die jedoch wenig zurückgaben. Die neue sportliche Führung strebt an, solche Altlasten – darunter Sabitzer, Ramy Bensebaini und Emre Can – abzubauen.