Bundesliga
Bundesliga verstärkt Einsatz: Topligen fordern Reform bei FIFA
Die Bundesliga und drei weitere europäische Top‑Ligen erhöhen ihren Einsatz im Machtkampf gegen den Fußball‑Weltverband FIFA. Laut Sky News planen die deutsche Eliteklasse, die englische Premier League, Spaniens La Liga und die italienische Serie A am Freitag eine gemeinsame Erklärung, in der sie eine stärkere Konsultation bei Themen wie dem Fußballkalender fordern.
Gemeinsame Forderung nach Reform
In der Erklärung soll betont werden, dass alle relevanten Akteure formell an Entscheidungen beteiligt werden müssen, die die Zukunft des Fußballs prägen. Ohne eine Reform, die eine rechtsverbindliche Einbindung aller relevanten Akteure sicherstellt, würden die europäischen Ligen die Erweiterung oder Schaffung von FIFA‑Wettbewerben ablehnen.
Hintergrund des Drucks auf Infantino
Der Druck richtet sich insbesondere gegen den FIFA‑Präsidenten Gianni Infantino, der zuletzt mit einem öffentlich gemachten Schreiben eine unabhängige, externe Prüfung des FIFA‑Governance‑Stils und die Einbeziehung aller relevanten Interessenträger ankündigte. Kritiker, darunter die Europäische Fußball‑Union (UEFA), fordern Infinitos Rücktritt und bereiten eine Strafanzeige vor.
Seit Wochen laufen hitzige Diskussionen über Infinitos umstrittenen Plan, Anteile an FIFA‑Turnieren an private Investoren zu verkaufen – ein Vorstoß, der auch Verbindungen zum Umfeld des US‑Präsidenten Donald Trump aufweist.
Die UEFA und die European Leagues, zu denen die Bundesliga und die Premier League gehören, haben bereits im August Reformen gefordert und betont, dass ohne Mitbestimmung der Ligen die geplante Erweiterung der Klub‑Weltmeisterschaft nicht akzeptiert wird.
Infantino hat zudem angekündigt, dass er seine Kandidatur für eine vierte Amtszeit beim FIFA‑Kongress im März 2027 nicht zurückziehen wird, obwohl Kritiker wie UEFA‑Präsident Aleksandar Ceferin einen Gegenkandidaten fordern.
Wichtige Termine in der Krise sind das UEFA‑Treffen aller 55 Mitgliedsverbände am 8. Oktober in Berlin und die FIFA‑Council‑Sitzung am 15. Oktober in Zürich, bei der Infantino seine Reformvorschläge präsentieren will.