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Buch Traditionsklubs fordert Reform, kritisiert Geldgeber im Fußball

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Buch Traditionsklubs fordert Reform, kritisiert Geldgeber im Fußball

Im kleinen Tonstudio von Saarland und Frankfurt sitzen Georg Haas und Bastian Roth, die beiden energischen Journalisten, und diskutieren ihr neues Buch „Pro moderner Fußball, aber ohne Bullshit“. Sie wollen Strategien entwickeln, um den deutschen Profifußball zu retten, und fragen laut: Wie kann Fußball mit weniger Bullshit besser werden?

Kritik an der Bundesliga‑Struktur

Die Autoren stellen die Frage, welche Teams aufgrund ihrer Zuschauerzahlen in der Bundesliga spielen sollten. Sie nennen Hamburg als würdig, Mainz jedoch nicht, und beschreiben diese Sichtweise als „seltsam konservativ“. Weiter kritisieren sie die „Augsburgisierung“ der Liga, weil nur wenige Vereine hohe Besucherzahlen erzielen.

Freiburg und Mainz locken jeweils rund 30 000 Menschen ins Stadion, während traditionelle Vereine wie Bochum und Braunschweig deutlich weniger Besucher anziehen. Laut den Journalisten gibt es in Deutschland etwa zehn Vereine, die in guten Phasen mehr als 50 000 Zuschauer zählen können. Die übrigen acht bis neun Klubs seien nicht das zentrale Problem.

Vorschläge zur Reform des deutschen Fußballs

Haas und Roth schlagen eine Gehaltsobergrenze vor und diskutieren ein mögliches Ausscheiden des FC Bayern München in eine Super League. Der Deutsche Meister heißt meist Bayern München. Sie fordern den Wegfall der Ausnahmeregeln für Leverkusen, Hoffenheim, Wolfsburg und Leipzig. Außerdem plädieren sie dafür, dass beliebte Klubs wie Köln oder Hamburg mehr Fernsehgelder erhalten, weil ihre Spiele stärker nachgefragt werden.

Ein zentrales Argument der beiden Journalisten ist die Beibehaltung der 50+1‑Regel, weil sie ihrer Meinung nach die Stadionauslastung sichert. Sie betonen, dass Fans nur dann regelmäßig kommen, wenn sie das Gefühl haben, Einfluss auf den Verein zu haben. Ohne diese Regel würden viele Vereine ihrer gesellschaftlichen Bedeutung beraubt, behaupten sie.

Internationaler Vergleich mit der Premier League

Im kapitalistischen England, wo die Premier League die Spitzenliga ist, besuchen deutlich mehr Menschen die Stadien. Die Autoren zeigen, dass selbst Vereine mit weniger als hunderttausend Mitgliedern kaum tausend Mitglieder mobilisieren, um über Vereinsangelegenheiten abzustimmen. Sie kritisieren, dass diese geringe demokratische Teilhabe nicht dem Ideal entspricht.

In den folgenden Kapiteln planen Haas und Roth, ihre Analyse zu vertiefen und neue Konzepte wie ein wöchentliches Zusammenführen verschiedener europäischer Ligen oder ein Derby‑Wochenende mit italienischen und deutschen Teams zu diskutieren. Sie verwenden jedoch viele Seiten, um die 50+1‑Regel zu verteidigen, was die Diskussion etwas verkürzt.

Das Buch richtet sich an alle, die den deutschen Fußball kritisch hinterfragen, und ist über die offizielle App abrufbar. Die beiden Journalisten hoffen, dass ihre Vorschläge die Debatte anregen und langfristig zu einer nachhaltigeren Liga führen.

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