Brisante maßnahme darum: Trainer Wagner schließt Köln-Fans aus
Auf dem Trainingsgelände am Geißbockheim stehen leere Tribünen, während Trainer René Wagner die Tore schließt – ein Schritt, der die bislang offene Fan‑Kultur des 1. FC Köln abrupt beendet.
Ergebnisse und Realitätstest
Nach dem 3:2-Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim folgte für den 1. FC Köln ein harter Reality-Check: Beim VfB Stuttgart verloren die Geißböcke mit 1:4 und sahen ihre Grenzen deutlich aufgezeigt.
Trotz des klaren Resultats war der Auftritt beim Champions-League-Teilnehmer keine Schande, doch er zeigte, dass der Effzeh in dieser Saison hart arbeiten muss, um erneut die Klasse zu halten.
Neue Trainingspolitik
Bis zum Ende der vergangenen Saison waren die Trainingseinheiten nicht nur für Spieler und Trainerteam, sondern auch für die Fans öffentlich zugänglich – ein Unterschied zu vielen anderen Bundesliga‑Klubs.
Auf Wunsch von Trainer René Wagner hat sich das zu Beginn dieser Saison geändert, denn er erklärte auf einem Mitgliederstammtisch: „Training ist das größte Gut, das wir haben – jeden Tag.“
Wagner fuhr fort: „Es gibt für mich nichts Größeres als Training und das muss beschützt werden. Ich habe die Verantwortung, die Jungs für das Wochenende bestmöglich vorzubereiten, und es ist nicht immer von Vorteil, wenn in jedem Training 1.000 Leute dabei sind.“
Er betonte weiter: „Am Ende des Tages bin ich der Cheftrainer und ich muss dafür sorgen, dass es den Jungs gut geht. Wenn dann noch 1.000 Leute drumherum stehen, plus Presse, habe ich immer das Problem, dass ich die Jungs zusammenholen und etwas leiser reden muss.“
Insbesondere in der Sommervorbereitung, die sich mit der Ferienzeit im Rheinland überschnitt, war das Trainingsgelände stark besucht; Wagner ließ daher bei vielen Einheiten die Tore schließen, was vor allem bei jüngeren Fans traurige Gesichter hervorrief.
Sport‑Geschäftsführer Thomas Kessler beruhigte die Gemüter: „Wir haben da sehr intensiv drüber diskutiert. Wir sind ein sehr nahbarer Klub und sind extrem stolz darauf. Wir wollen weiter nahbar bleiben, aber natürlich gebührt es auch der Professionalität.“