Bundesliga
Breel Embolo wegen Impfpass‑Affäre vom Nati‑Kader ausgeschlossen
Der ehemalige Bundesliga‑Stürmer Breel Embolo wird in der laufenden Länderspielperiode nicht für die Schweizer Nationalmannschaft (Nati) auflaufen, weil er in die Impfpass‑Affäre verwickelt ist. Der Schweizer Fußballverband (SFV) teilte am Freitag mit, dass Embolo nach Granit Xhaka ebenfalls im September und Oktober nicht zum Kader stoßen wird.
Entscheidung des Verbandes nach Strafbefehl
Der SFV erklärte, dass Embolo den Verband über die in den Medien bekannte Angelegenheit aus seinem Privatleben informiert habe. Daraufhin entschied die Verbandsführung, dass der Spieler nicht wie vorgesehen zur Mannschaft stoßen und die Nati den laufenden Zusammenzug ohne ihn bestreiten wird.
Die Basler Staatsanwaltschaft erließ am 25. November 2025 einen Strafbefehl wegen mehrfacher Anstiftung zu Urkundenfälschung gegen Embolo, der damals ein gefälschtes Covid‑Impfzertifikat von einem Mitglied der Hells Angels erhalten habe. Der Bestrafte erhielt eine bedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 3 000 Franken.
Emblo äußerte sich gegenüber „Schweiz heute“ und sagte: „Ich habe eingesehen, dass mein damaliges Handeln nicht richtig war, und dafür die Verantwortung übernommen. Deshalb habe ich den Strafbefehl akzeptiert.“ Aufgrund des am Freitag publik gemachten Strafbefehls entschied die Verbandsführung gegen seine Anreise zur Nationalmannschaft.
Der Spieler ist inzwischen bei Atlanta United in den USA aktiv. Auch Granit Xhaka hatte bereits zugegeben, ein Impfzeugnis aus Angst und Verunsicherung gekauft zu haben, und reiste nicht zur Nationalmannschaft.
Die Schweiz bestreitet Auswärtsspiele gegen Nordmazedonien und Schottland am 26. und 29. September sowie weitere Partien gegen Slowenien und Nordmazedonien am 3. und 6. Oktober.