WM
Brasiliens letzter Titel wird sieben Jahre alt, WM-Dürre vertieft sich
Brasiliens Wartezeit auf einen großen Titel dauert nun sieben Jahre an, nachdem das Nationalteam am Dienstag (7.) den Copa América 2019 errungen hatte. Dieser Meilenstein fällt nur wenige Tage nach der Ausscheidung der Seleção aus der WM 2026 in der Runde der letzten 16, als sie am vergangenen Sonntag (5.) mit 1:2 gegen Norwegen verlor.
Ein sechster WM-Titel in Rekordzeit rückt damit immer weiter in die Ferne, da bereits 24 Jahre vergangen sind, seit Brasilien zuletzt den Pokal in die Höhe hielt. Der Sieg beim Copa América 2019 in Rio de Janeiro beendete eine 12-jährige Durststrecke im kontinentalen Turnier und brachte den Kritikern für kurze Zeit zum Schweigen.
Im Finale besiegte Brasilien Peru mit 3:1 im Maracanã, wobei Tore von Everton Cebolinha, Gabriel Jesus und Richarlison fielen. Der Triumph krönte eine Kampagne unter Trainer Tite, in der Spieler wie Coutinho, Firmino und Jesus besonders glänzten.
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Der Copa América 2019 begann mit einem 3:0-Sieg im Eröffnungsspiel, gefolgt von einem 0:0 gegen Venezuela und einem 5:0 gegen Peru. In den K.-o.-Phasen setzte sich Brasilien nach einem 0:0 gegen Paraguay im Elfmeterschießen mit 4:3 durch, bezwang Argentinien im Halbfinale mit 2:0 und gewann schließlich das Finale mit 3:1. Everton Cebolinha wurde mit drei Toren Torschützenkönig des Turniers, während Philippe Coutinho im Mittelfeld glänzte. Im Kader standen Spieler wie Alisson, Marquinhos und Gabriel Jesus, von denen viele mittlerweile bei europäischen Topklubs unter Vertrag stehen. Brasiliens Erfolg beim Copa América 2019 folgte auf den Gewinn des Confederations Cup 2013, einem Turnier, in dem Fans Lionel Messi nach Argentiniens 20-jähriger Titelpause verspotteten. Dieser Sieg 2013 galt als vermeintliche Generalprobe für die WM 2014 im eigenen Land. Die aktuelle Generation steht unter wachsendem Druck, die seit 2019 anhaltende Titelflaute zu beenden – zumal der nächste Copa América bereits in etwas mehr als einem Jahr ansteht.