Blessin plant start Aufstieg bei Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach hat den 53‑jährigen Alexander Blessin offiziell als neuen Cheftrainer verpflichtet; einen Tag später stellte er sich auf einer Pressekonferenz vor und betonte, dass die Mannschaft schnell aus der aktuell äußerst misslichen Lage kommen müsse. Sein erster Test ist ein Freundschaftsspiel gegen Sportfreunde Siegen, das Debüt folgt im Derby gegen den Rheinrivalen am 11. Oktober.
Klare Botschaft für den Aufstieg
Blessin erklärte, dass die Priorität darin liege, die Mannschaft aus der misslichen Lage zu holen, indem sie defensive Stabilität durch große Disziplin und mannschaftliche Geschlossenheit erreiche. Er betonte, dass schnelle Ergebnisse zwar wichtig seien, aber nicht das einzige Ziel. „Ich will aus der scheiß Zeit eine gute Zeit machen. Und ich sehe die Mannschaft so, dass man da mehr rauskitzeln kann. Sie hat das Potenzial“, sagte er.
Der neue Borussen‑Coach wolle die Mannschaft weiterentwickeln und nicht nur als Feuerwehrmann fungieren. Gemeinsam mit Sportchef Rouven Schröder strebe er langfristige Verbesserungen an. „Es ist immer die Frage, ob man nicht möglichst schnell auf dem Platz arbeiten sollte. Gleichzeitig ist es mir sehr wichtig, dass die Mannschaft einen freien Kopf bekommt. Auf sie ist zuletzt viel eingeprasselt“, erklärte Blessin.
Der Plan bis zum Derby
Bis zum 11. Oktober habe Blessin noch etwas Zeit, um seine Ideen umzusetzen. Am heutigen Donnerstagabend steht ein Testspiel gegen den Regionalligisten Sportfreunde Siegen an, ein Verein, für den er zwischen 2006 und 2008 selbst spielte. Interimscoach Jan‑Moritz Lichte betreut das Team in Siegen, während Blessin nach dem Spiel einige freie Tage einplant, bevor die ersten regulären Trainingseinheiten beginnen.
Der offizielle Erstauftritt von Blessin als Cheftrainer wird im Derby gegen den Rheinrivalen, dem VfL Köln, stattfinden. Dieses Duell markiert sein Debüt in der Bundesliga und soll zeigen, ob seine Konzepte sofort greifen können.
Er betonte, dass die Mannschaft einen freien Kopf brauche, weil in letzter Zeit viel Druck auf sie eingewirkt sei. Damit wolle er verhindern, dass die Spieler in einer Opferrolle verharren.
Der Kontrast zwischen dem Wunsch nach sofortiger Wendung und dem langfristigen Entwicklungsplan verdeutlicht, dass Blessin sowohl schnelle Resultate als auch nachhaltige Fortschritte anstrebt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob dieser Ansatz den gewünschten Aufstieg einleiten kann.