Blessin kehrt zur Dreierkette zurück – Kurswechsel bei Gladbach
Im Trainingsgelände von Borussia Mönchengladbach verkündete neuer Cheftrainer Alexander Blessin, dass er die angedachte Viererkette sofort aufgibt und stattdessen wieder mit einer Dreierkette arbeiten will – ein klarer Schnittpunkt zwischen den taktischen Vorgaben des Vereins und seiner eigenen Spielphilosophie für die kommende Saison.
In den letzten Jahren hatte Borussia Mönchengladbach überwiegend mit einer Dreierkette gespielt, bevor im Sommer ein Wechsel zur Viererkette geplant wurde, um Fortschritt, Mut und attraktiven Fußball zu betonen. Die Verantwortlichen wollten damit das Spiel offensiver gestalten und mehr Räume schaffen.
Frühe Saisonresultate enttäuschen
Die Umsetzung der Viererkette brachte jedoch keinen Erfolg: In den ersten Spielen der Saison verlor Borussia Mönchengladbach alle Partien und kassierte mehrere Gegentore, sodass die eigene Hütte voll wurde. Zweimal blieb das Team ohne eigenen Treffer, sodass die versprochene Offensive kaum zu sehen war.
Der interimistische Trainer Jan‑Moritz Lichte hatte bereits gegen Mainz ein 3‑4‑2‑1 eingesetzt, doch das Spiel endete mit vier Gegentoren und einer Niederlage.
Blessins neue taktische Ausrichtung
Alexander Blessin betonte, dass die Dreierkette nicht gleichbedeutend mit reiner Mauertaktik sei. „Wir wollen das ein bisschen offensiver interpretieren“, erklärte er laut RP. Er fügte hinzu, dass es um Abstände, Räume und ein hohes Maß an Aufmerksamkeit gehe.
„Ich will wissen, was die Spieler denken und fühlen – in manchen Situationen ist das ja auch eine Umstellung, wenn man in der Vorbereitung eine Viererkette gespielt hat. Auch Fünfer‑ oder Dreierketten kann man unterschiedlich interpretieren“, sagte der 53‑jährige Trainer.
„Es geht um das gemeinsame Verteidigen“, fügte Blessin hinzu und betonte, dass das Team flexibel zwischen Formationen wie 3‑4‑3 und 3‑5‑2 wechseln könne, um im Offensivspiel Akzente zu setzen.
Der Rückgriff auf die Dreierkette zeigt, dass Gladbach trotz des gescheiterten Vierer‑Experiments bereit ist, taktische Experimente zu überdenken und den Fokus wieder stärker auf ein kompaktes, offensives Spiel zu legen.