WM
Bentalebs bitterer Nachgeschmack: WM-2026-Niederlage geistert Lille-Star
Algerischer International Nabil Bentaleb, der gerade seinen Aufenthalt bei Lille bis 2028 verlängert hat, sprach offen über eine anhaltende Bitterkeit aus der Weltmeisterschaft 2026 nach der Ausscheidung Algeriens durch die Schweiz. Der 31‑jährige Mittelfeldspieler sagte, die Niederlage habe einen sauren Nachgeschmack hinterlassen, der ihn noch immer verfolgt.
Der zweijährige Vertrag, der mit LOSC unterschrieben wurde, sichert Bentalebs Dienste bei den Verts bis 2028 und beendet wochenlange Unsicherheit über seine Zukunft. Nach einer Phase der Spekulation bestätigte der Algerier seine Entscheidung, sein Lille‑Abenteuer fortzusetzen.
Einige Tage nach der Vertragsunterzeichnung nahm Bentaleb an einem leichtfüßigen Interview teil, das vom Verein ausgestrahlt wurde. Das Gespräch wandte sich schnell vom neuen Vertrag zu seinen Erlebnissen bei der Weltmeisterschaft.
Auf die Frage nach den Trikotwechseln während des Turniers reagierte Bentaleb sofort: „Tu vas enlever ça tout de suite, car il n’y en a pas eu. Ce sont des maillots très importants, ceux de l’Algérie. Je n’ai pas eu l’opportunité d’en échanger. Beaucoup de membres de ma famille m’ont demandé de laisser le maillot collector de l’Algérie.“ Dieses Zitat unterstreicht den persönlichen Wert, den er dem Sammlerstück beimisst.
Bei der Diskussion über die gesamte Kampagne gab der Veteran zu, Bedauern zu haben, und sagte: „Il y avait une certaine pression et un devoir de bien faire. Cela reste un match important, même wenn on l’a mal négocié.“ Seine Worte betonen das Gefühl, dass das Spiel gegen die Schweiz besser hätte gehandhabt werden können.
Algeriens WM‑Lauf beinhaltete eine 0‑3‑Niederlage gegen Argentinien, einen 2‑1‑Sieg über Jordanien und ein dramatisches 3‑3‑Unentschieden mit Österreich, wodurch die Fennecs den dritten Platz in Gruppe J mit vier Punkten erreichten und ins Achtelfinale einzogen, bevor sie 0‑2 gegen die Schweiz verloren.
Bentaleb reflektierte, dass das Aufeinandertreffen mit der Schweiz „une certaine pression“ und ein „devoir de bien faire“ mit sich brachte und beschrieb es trotz des enttäuschenden Ergebnisses als ein großartiges Erlebnis.
Das Interview zeigt, wie eine bittere Erinnerung an die Weltmeisterschaft neben einem erneuerten Engagement für Lille koexistieren kann, während Bentaleb darauf blickt, den Verts zu helfen und gleichzeitig das emotionale Gewicht von Algeriens Kampagne 2026 zu tragen.