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WM

Bellinghams Feuer und Kanes Eis: Englands WM-Schicksal

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Jude Bellingham stand mit ausgebreiteten Armen vor einer tobenden englischen Fanschar in New York, seine Mannschaft mit 1:0 gegen Panama in Führung. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid beantwortete erneut den Ruf eines großen Turniers und erzielte in der zweiten Halbzeit zwei Tore, die England den Gruppensieg in Gruppe L sicherten. Fünf seiner acht Tore für England fielen in wichtigen Turnieren – ein Beweis für sein Gespür für die entscheidenden Momente.

Während Harry Kanes Torerfolge lange die Schlagzeilen dominierten, reicht Bellinghams Einfluss weit über das letzte Drittel hinaus. England spielte in einem 4-1-4-1-System und hatte Mühe, die hartnäckige panamaische Abwehr zu knacken. Doch es war Bellingham, der sich in der tieferen Mittelfeldrolle am wohlsten fühlte. Er gewann die meisten Zweikämpfe, stellte die meisten Fouls und war der aktivste Spieler auf dem Platz – er gab dem Pressing der die Three Lions die nötige Richtung.

Sein erstes Tor erzielte Bellingham nach einer Ecke, die ein teleskopartiges Bein und ein Gerangel mit einem Verteidiger erforderte. Es folgte seine typische Jubelpose, die Arme zum grauen Himmel von New Jersey erhoben, während die englischen Fans im Chor „Hey Jude!“ und „Judeeeeee“ skandierten. Nur wenig später dribbelte er elegant am linken Flügel vorbei und lieferte eine perfekte Flanke, die Kane per Kopfball ins Tor vollendete.

Bellinghams Spiel insgesamt war beeindruckend, seine Energie und Präsenz durchdrangen jede Spielphase. Er nahm die Anspannung und Dringlichkeit der englischen Fans auf, spürte den Druck, jetzt etwas zu bewegen. Genau dieser Geist lässt viele glauben, dass er die Mannschaft zum WM-Triumph führen kann.

Für die englischen Fans tickt die Uhr. Sie wissen, dass dies ein Team mit dem Talent ist, alles zu gewinnen – doch die Erinnerung an 60 Jahre ohne Titel lastet schwer. Bellinghams Fähigkeit, in entscheidenden Momenten zu glänzen, hat sich bereits zweimal in diesem Turnier gezeigt, zuerst gegen Kroatien und nun gegen Panama.

Der Kontrast zwischen Bellinghams Dynamik und Kanes Torgefährlichkeit ist frappierend. Kanes Torinstinkt bleibt unverzichtbar, doch es ist Bellinghams allumfassender Einfluss, der England den klarsten Weg weist, die lange Durststrecke zu beenden. Er hat das gewisse Etwas, die Ausstrahlung und den Antrieb, das Unerwartete zu schaffen.

Englands nächste Herausforderung wartet gegen eine Mannschaft, die voraussichtlich tief stehen und defensiv agieren wird. Bellinghams Fähigkeit, solche Gegner zu knacken, könnte den Unterschied zwischen Erfolg und Enttäuschung ausmachen. Er weiß, dass er den Unterschied machen kann. Er bewies es erneut in New York.

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