WM
Belgien erneut remis – WM-2026-Gruppenängste wachsen
Belgien bleibt weiter in der Schwebe nach zwei Unentschieden in der Gruppenphase der WM 2026 gegen Ägypten und den Iran. Die Roten Teufel benötigen nun ein Ergebnis gegen Neuseeland am dritten Spieltag, um den Einzug in die K.-o.-Phase zu sichern. Die Kampagne Belgiens hat scharfe Kritik von den heimischen Medien über ihre wenig überzeugenden Auftritte in Gruppe E ausgelöst.
Das 0:0 zum Auftakt gegen Ägypten setzte den Ton für einen frustrierenden Start. Ein weiteres Remis, 1:1 gegen den Iran, ließ Roberto Martínez’ Team mit nur einem Punkt aus zwei Spielen zurück. Die belgische Presse bezeichnete die Gruppe als die schwächste des Turniers, doch das Team konnte dies nicht ausnutzen.
Roberto Martínez räumte ein, dass seine Mannschaft dringend besser werden muss. „Was machen wir hier eigentlich?“, sagte er nach dem Spiel gegen den Iran zu Journalisten. „Wir müssen schärfer, effizienter sein und die Qualität zeigen, die wir kennen.“
Belgien trifft als Nächstes auf Neuseeland, das bereits rechnerisch ausgeschieden ist. Ein Sieg würde den Roten Teufeln den Gruppensieg garantieren, unabhängig von den anderen Ergebnissen. Ein Unentschieden oder eine Niederlage könnte sie trotz des Aufeinandertreffens mit der schwächsten Mannschaft der Gruppe früh nach Hause schicken.
Die Roten Teufel haben in zwei Spielen gerade einmal zwei Tore erzielt, beide von Romelu Lukaku. Der Angriff Belgiens wirkte zahnlos, mit Eden Hazard und Kevin De Bruyne, die das Spielgeschehen nicht prägen konnten. Die Mittelfeldkreativität war in beiden Partien auffällig abwesend.
Die Tabelle der Gruppe E zeigt den Iran mit zwei Punkten an der Spitze, vor Ägypten mit einem Punkt. Belgien liegt auf dem dritten Platz, punktgleich mit Neuseeland, aber mit einer besseren Tordifferenz. Die letzten Gruppenspiele beginnen am 29. November 2026.
Belgische Medien hinterfragen die Mentalität und die taktische Ausrichtung des Teams. „Das ist nicht das Belgien, das wir kennen“, schrieb Het Laatste Nieuws. „Sie wirken verloren, ohne Ideen und ohne den Hunger zu dominieren.“
Martínez hat seinen Kader stark durchgemischt, mit 11 verschiedenen Spielern in den Startelfen beider Spiele. Junge Talente wie Johan Bakayoko und Charles De Ketelaere erhielten Chancen, doch die Ergebnisse blieben aus. Der Druck auf Martínez wächst mit jeder enttäuschenden Vorstellung.
Belgien riskiert mit einer Niederlage gegen Neuseeland eine peinliche WM 2026. Eine Niederlage würde sie zur ersten europäischen Mannschaft machen, die bereits in der Gruppenphase einer WM scheitert, seit 2010.
Der Belgische Fußballverband hat trotz der wachsenden Kritik weiterhin sein Vertrauen in Martínez bekundet. In einer Stellungnahme heißt es: „Wir vertrauen dem Prozess und glauben an die Fähigkeit des Kaders, die Dinge zu wenden.“